- 26.11.2004, 11:20:53
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Greenpeace: Kernfusion nur auf der Sonne, Sonnenenergie auf der Erde!
Greenpeace fordert Bundesregierung auf, heute gegen Kernfusion zu stimmen
Wien/Brüssel. (OTS) - Die Umweltorganisation Greenpeace lehnt die
Kernfusion auf der Erde ab und wendet sich gegen den
Kernfusionsreaktor ITER der EU und anderer Atomstaaten. Greenpeace
kritisiert, dass die Kernfusion ernorm hohe Kosten verursacht und
erst in ferner Zukunft möglich sein wird. Greenpeace weist auch auf
das Gefahrenpotential solcher Reaktoren und auf die Entstehung von
Atommüll bei der Kernfusion hin. "Die Österreichische Bundesregierung
darf dem Kernfusionsprogramm ITER heute in Brüssel auf keinen Fall
zustimmen", fordert Greenpeace Energieexperte Erwin Mayer. "Die
Kernfusion findet bereits auf der Sonne ununterbrochen statt und
diese Energie kommt ganz von allein auf die Erde. Statt die Sonne auf
der Erde nachzubauen, sollten wir mit der Sonnenenergie arbeiten und
die Gelder besser in die Entwicklung und Förderung von erneuerbaren
Energien wie Wind, Biomasse und Kleinwasserkraft stecken", so Mayer.
Sowohl beim heutigen EU-Wettbewerbsrat als auch später bei der
Festlegung des Euratom-Forschungsprogramms in einem Jahr verlangen
die Umweltschützer eine klare Anti-Atom-Haltung der Bundesregierung.
Während die Atomstaaten in Europa mit Japan um den Standort für den
geplanten Forschungsreaktor ITER streiten, droht Europa ein im
Verfassungsrang festgeschriebener Euratom-Vertrag. Dieser Vertrag
sichert der Atomenergie - und auch der Kernfusion - eine
privilegierte Stellung vor allen anderen Energieformen.
In dem Vorschlag zur europäischen Verfassung selbst sollten "neue und
erneuerbarere" Energieformen gefördert werden. Mit "neu" ist hier
aber die Kernfusion gemeint. Greenpeace fordert die Abschaffung des
Euratom-Vertrages als Einstieg in den Ausstieg aus der europäischen
Atomwirtschaft. Stattdessen sollte das österreichische Ökostromgesetz
ausgebaut werden und gemeinsam mit anderen erfolgreichen
Förderregimen dazu beitragen in Europa die Atomenergie zu ersetzen.
OTS0112 2004-11-26/11:20
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