- 26.11.2004, 09:35:15
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Polizeigewerkschaft: Strasser baute 736 PolizistInnen ab
Innenministerium musste zur Personalvertretungswahl genauen Personalstand bekannt geben
Wien (Polizeigewerkschaft/ÖGB) - Der Stand der PolizistInnen hat
sich vom Jahre 1999 bis September 2004 von 10.477 auf 9.741
verringert. Die Personalvertretungswahlen in der kommenden Woche
machten es möglich, dass der jahrelang von Innenminister Strasser
verheimlichte tatsächliche Personalstand ans Tageslicht musste. Der
Vorsitzende der Polizeigewerkschaft Franz Pail: "Der
Personalschwindel ist endlich aufgedeckt."++++
Immer wieder hat die Polizeigewerkschaft darauf hingewiesen, dass
der tatsächliche Personalstand bei der Polizei ständig sinkt.
Strasser tat dies immer wieder als Kaffeesudleserei und
Verunsicherung ab. Pail: "Das Minus von 736 PolizistInnen
österreichweit kann nicht mehr vertuscht werden. Es fehlt an allen
Ecken und Enden an Personal und Geld. Und die Kriminalität hat seit
1999 alleine in Wien um 67 Prozent zugenommen."
Die vom Innenminister versprochenen 830 Neuaufnahmen bis Ende 2005
für die gesamte Exekutive
(Sicherheitswache/Gendarmerie/Kriminalpolizei) bezeichnet der
Vorsitzende der Polizeigewerkschaft als "Tropfen auf den heißen
Stein." Pail: "Die jungen PolizistInnen stehen erst Ende 2007
tatsächlich zur Verfügung. Gleichzeitig werden bis 2007 rund 1.500
KollegInnen in Pension gehen. Dann fehlen bereits wieder rund 700
KollegInnen. Aber Strasser spricht weiter von Aufstockung. Rechnen
dürfte nicht seine Stärke sein."(ff)
ÖGB, 26. November
2004
Nr. 787
OTS0035 2004-11-26/09:35
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