Gewalt gegen Frauen - SP-Ludwig: "Bund kürzt Mittel für Interventionsstellen und Rauch-Kallat lobt!"

"Sich nur an bestimmten Tagen der Frauen zu besinnen, ist eine zynische, menschenverachtende Politik!"

Wien (SPW-K) - "Aus aktuellem Anlass verdrängt die
Frauenministerin ganz offensichtlich, dass die heute von ihr so hochgelobten Interventionsstellen gegen Gewalt in der Familie bereits seit Monaten mit Kürzungen leben müssen. In einigen Bezirken kann bereits keine Betreuung mehr stattfinden, weil der Innenminister mit erstem Juni die Mittel für die Interventionsstellen für ganz Österreich um fünf Prozent gekürzt hat. Von einer Erhöhung der Mittel kann keine Rede sein", reagierte heute SPÖ-Frauensprecherin GRin Martina Ludwig auf Aussagen Rauch-Kallats. "Sich nur an bestimmten Tagen der Frauen zu besinnen, ihnen gleichzeitig aber die Mittel zu kürzen, ist eine zynische, menschenverachtende Politik!" ***

Die Interventionsstellen seien vor mehreren Jahren im Rahmen des Gewaltschutzgesetzes eingerichtet worden - "und sie leisten enorm wichtige Arbeit", so Ludwig weiter. "Wenn die Polizei bei einem Einsatz feststellt, dass ein/e GewaltäterIn eine Gefahr für PartnerIn und Kinder darstellt, kann sie ein Betretungsverbot aussprechen. Diese Information wird an die Interventionsstellen weitergeleitet, die sich in weiterer Folge um die Betroffenen -meist Frauen und Kinder - kümmert."

Die Wiener Frauen seien von den Kürzungen des Bundes bei den Interventionsstellen nun besonders betroffen, "da bei uns rund 40 Prozent aller Betretungsverbote ausgesprochen werden", so Ludwig. "Die Statistik zeigt, dass die Zahl der Betretungsverbote jedes Jahr stark steigt."

Die Ankündigung des Bundes, die Kürzung wieder auszugleichen, sei nach wie vor unklar, auch die von Rauch-Kallat so hochgelobte Help-Line habe bereits Kündigungen anmelden müssen. "Deshalb sind die heutigen Worte Rauch-Kallats eine Verhöhnung der betroffenen Frauen", so Ludwig abschließend. (Schluss)

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