Leitl freut sich über positive Gesamtbilanz der WKÖ

Univ.Prof. Schneider: WKÖ leistet wesentlichen Beitrag zum heimischen Wirtschaftswachstum - Wirtschaftspolitische Erfolge führen zu Wachstumsbeitrag von 3,2 Mrd. Euro und zusätzlicher Beschäftigung

Wien (PWK 856) - Eine positive Bilanz nach 4 Jahren an der Spitze der Wirtschaftskammer Österreich zog heute, Dienstag, der Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, Christoph Leitl. In der Pressekonferenz vor dem morgen stattfindenden Wirtschaftsparlament betonte Leitl, dass alle gefassten Beschlüsse im Präsidium in dieser Funktionsperiode einstimmig erfolgt sind. Diese positive Gesamtbilanz sei ein Erfolg aller wahlwerbenden Gruppierungen: "Wir haben das miteinander erreicht", so Leitl. Exemplarisch für die erzielten Erfolge nannte der WKÖ-Präsident den Rekord bei Beschäftigung, Neugründungen und im Export. Zudem habe man wesentliche Punkte bei der Standortsicherung erreicht und sei damit den Herausforderungen durch EU-Erweiterung und Globalisierung aktiv begegnet.

Die WIFI´s hätten die Hauptlast in Sachen beruflicher Qualifikation getragen, zudem habe die WKÖ in ihrer Politik massiv den Forschungsbereich unterstützt. Im Hinblick auf das Steuersystem sei es gelungen die Rahmenbedingungen attraktiver zu gestalten, um verstärkt in Österreich zu investieren. Intern habe man die Formel "Plus 30 - Minus 30" erfolgreich umgesetzt - die Mitgliedsbeiträge wurden um ein Drittel gesenkt und die Leistung um 30 Prozent erhöht.

Seine Freude bekundete der WKÖ-Präsident auch über den vorliegenden ausgeglichen Budgetvoranschlag für 2005: "Wir haben den Aderlaß und die Sparmaßnahmen verkraftet, ohne dass wir uns an sozialen Töpfen bedient haben und ohne Kündigungen durchgeführt zu haben." Der bevorstehende Wirtschaftskammerwahlkampf sei aus seiner Sicht als Wettbewerb der besten Ideen zu sehen, an dessen Ende wieder die bewährte gute Zusammenarbeit aller wahlwerbenden Gruppen stehen solle.

Leitl verwies in seiner Bilanz auch auf die erstmals vorliegende ökonomische Bewertung der wirtschaftspolitischen Erfolge der WKÖ, dargestellt für die Jahre 2001 bis 2005, die vom Linzer Volkwirtschaftsprofessor Friedrich Schneider vorgenommen wurde.

Schneider kommt in seiner Analyse zum Schluss, dass die WKÖ durch das Wirken in der Sozialpartnerschaft und durch die Umsetzung ihrer interessenpolitischen Forderungen einen wesentlichen Beitrag zum heimischen Wirtschaftswachstum leistet. Der induzierte nominelle Wachstumsbeitrag beläuft sich demnach auf 1,142 Prozentpunkte, der reale Wachstumsbeitrag beträgt 0,594 Prozentpunkte. Dieser Wert errechnet sich aus einer Aufstellung aller maßgeblichen Erfolge der WKÖ mit österreichweiter Bedeutung, wie etwa Abfertigung neu, Lehrlingsprämie, der Senkung von Arbeitgeberbeiträgen zur Krankenversicherung, der Steuerbegünstigung nicht entnommener Gewinne oder der Köst-Senkung, um einige wenige Beispiele zu nennen.

Für das Jahr 2003, so Schneider, lasse sich daraus ein induziertes nominelles Wachstum von rund 3,2 Mrd. Euro, für das Jahr 2004 von rund 3,3 Mrd. Euro errechnen.

Die Wertschöpfung dieser quantifizierbaren Erfolge lasse sich durch den dynamischen Fortsetzungseffekt einer Re-Investitionsquote darstellen. Demnach bewegt sich die zusätzliche Wertschöpfung bei einer entsprechenden Quote von 40 bis 60 Prozent bei 2,31 bis 3,31 Mrd. Euro oder rund 19.800 bis 29.000 Beschäftigten für die Jahre 2001 bis 2005. Für kleine und mittlere Unternehmen mit bis zu 49 Beschäftigten - die so Schneider etwa 44,8 Prozent der heimischen Betriebe ausmachen - betrage die zusätzliche Wertschöpfung in diesem Zeitraum je nach Reinvestitionsgrad zwischen 1,32 und 2,02 Mrd. Euro.

"Diese Untersuchung zeigt, dass die Arbeit und das Wirken der Wirtschaftskammer Österreich, dass das funktionierende System der Sozialpartnerschaft ein äußerst wertvoller Beitrag für die Volkswirtschaft ist und ein extrem produktives Instrument darstellt. Von der Sozialpartnerschaft und den Leistungen der WKÖ werden Österreich und die Wirtschaft auch in den kommenden 5 Jahren profitieren", unterstrich Schneider. (us)

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