Industrie: Schulpolitik braucht neue Dynamik

Riemer: Pisa-Ergebnisse "Schreckschuss" für die Schulpolitik - Innovationsstandort Österreich weiter an die europäische Spitze führen - Schulqualität hat höchste Priorität

Wien (OTS) - (PdI) Österreich wird es nur gelingen, als Innovationsstandort an die Spitze Europas zu gelangen, wenn neben den Erfolgen in der Innovationspolitik, auch die Schulpolitik an höchsten internationalen Standards orientiert wird, erklärt Dr. Gerhard Riemer, Bereichsleiter für Bildung, Innovation & Forschung der Industriellenvereinigung (IV) anlässlich der parlamentarischen Enquete "Schule und Bildung".

Während Hochschulreformen, mit UG2002, Bologna Prozess und Fachhochschulentwicklung, auf dem richtigen Weg sind, bedarf die Schulpolitik einer neuen Dynamik. Die Ergebnisse der Pisa-Studie können als wertvoller "Schreckschuss" für die Schulpolitik gesehen werden, der Bildungsministerin Gehrer den notwendigen Rückhalt für die rasche Umsetzung geplanter Reformen geben sollte. Die Vorschläge der "Zukunftskommission" decken sich mit Vorschlägen der europäischen Industrie (UNICE) und zeigen den internationalen Handlungsbedarf an Schulreformen auch in jenen - skandinavischen - Ländern, die im Pisa-Ranking besser sind als Österreich. "Fehler bzw. Versäumnisse in der Bildungspolitik vor 10 oder mehr Jahren rächen sich in den Ergebnissen von heute. Schüler die 2012 von Pisa evaluiert werden, sind bereits heute in der Volksschule", betont Riemer. Die Industrie erwartet in Kürze die Vorlage des "Bildungsplans 2010" von Bundesministerin Gehrer unter Berücksichtigung der aktuellen Pisa-Ergebnisse, der einen Masterplan zur Schwerpunktsetzung und Konkretisierung der Maßnahmen, wie auch eine "Roadmap zum Erfolg" enthalten muss, so Riemer.

Der Industrie geht es primär um 3 Schwerpunkte:
* Die Professionalisierung des Lehrberufes, vom Zugang bis zur leistungsbezogenen Entlohnung.
* Ein effektives Schulmanagement, das unternehmerisches Arbeiten im "Dienstleistungsunternehmen" Schule ermöglicht und
* eine Ausrichtung der Bildungsarbeit und -inhalte an zukünftigen Arbeits- und Berufsfeldern, die immer mehr von Internationalität geprägt sein werden.

Mit dieser parlamentarischen Diskussion sollte endlich die Arbeit der "Zukunftskommission" abgeschlossen und die Umsetzung eingeleitet werden.

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