Bildungsenquete: Rossmann: Sprachliche Frühförderung wichtig für Integration

Egger: Schule muss neben Bildungsauftrag auch soziale Kompetenz vermitteln - Weilharter fordert bundeseinheitliche Qualitätskriterien

Wien, 2004-11-24 (fpf) - Die von der FPÖ nominierten Vertreter bei der heutigen Bildungsenquete im Nationalrat begrüßten diese einhellig und sehen sie als gute Ergänzung zur derzeit laufenden Bildungsdiskussion. ******

Die Amtsführende Präsidentin des Landesschulrates für Kärnten, Dr. Claudia Egger ging unter anderem darauf ein, dass die Schule nicht nur einen Bildungsauftrag hat sondern auch soziale Kompetenz vermitteln muss. Weiters fordert Egger für Lehrer neben einer guter Aus- und Weiterbildung, vor allem Motivation und den Respekt in der Gesellschaft.

Für Bundesrat Engelbert Weilharter sollen bundeseinheitliche Qualitätskriterien und Bildungsstandards Priorität vor einer Finanzierungsdebatte haben. Bildungspolitik dürfe kein Stadt-Land Gefälle schaffen, wie dies eine Ganztagsschule bringen würde.

Die freiheitliche Bildungssprecherin Mares Rossmann sprach sich gegen eine generelle Abschaffung von Noten aus, zeigte jedoch Gesprächsbereitschaft für eine mögliche verbale Beurteilung in gewissen Gegenständen, wie zum Beispiel Zeichnen. Als besonderes Anliegen bezeichnete Rossmann die sprachliche Frühförderung vor allem bei der wirklichen Integration von Kindern mit nichtdeutscher Muttersprache. Vor dem Eintreten in die Volksschule müsse die Möglichkeit geschaffen werden, die Unterrichtssprache in einem ausreichenden Maße zu erlernen.
Abschließend kritisierte Rossmann die ablehnende Haltung der SPÖ im Österreich-Konvent zur Verfassungsreform. "Hier erscheinen alle weiteren Diskussionen mit der SPÖ sinnlos, denn ohne Einigung wird es in der Schulgesetzgebung bei der derzeit notwendigen 2/3 Mehrheit bleiben", so Rossmann abschließend.

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