Qualitätssprung für Ausbildung und Arbeit im Bauwesen

Frauenanteil in technischen Ausbildungen steigt

Wien (OTS) - Das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, die Beton- und Fertigteil-Industrie und HTLs kooperieren um die Ausbildung an den Höheren Technischen Lehranstalten im Baubereich auf den modernsten Stand in Europa zu bringen. Um den steigenden Anforderungen der Praxis und den raschen Innovationsschritten der Baustoffindustrie gerecht zu werden, wurde gemeinsam ein als Lehrmittel und Arbeitsunterlage für die Praxis konzipierter Internet-Katalog zum Thema "Bauen mit zementgebundenen Baustoffen" erarbeitet, der die bisherigen gedruckten Unterlagen ersetzt.

Die rasante technologische Entwicklung, die in den Jahren seit 1995 einsetzte, hat zu einer umfassenden Veränderung der Betonindustrie und der Bauwirtschaft geführt, erläutert der Arbeitskreis-Vorsitzende im Fachverband der Baustoffindustrie, Direktor iR Techn. Rat Erich Beraus: "Ein Trend zu industrieller Fertigung und der davon ausgehenden Beschleunigung des Bauablaufs hat dazu geführt, dass die Baupreise im Wohnbau relativ stabil geblieben sind." In der österreichischen Baustoffindustrie ist dadurch seit 1996 die Zahl der Angestellten um rund vier Prozent von ca. 5.900 auf ca. 5.600 gesunken, während die Zahl der Arbeiter um rund 15 Prozent von 12.600 auf 10.360 zurück ging.

Das technische Rüstzeug für die anspruchsvollere Praxis kommt großteils von den Verbänden der Betonfertigteil- und Zementindustrie, die die Entwicklung des Internet-Katalogs finanzierten. Der neue Internet-Katalog, "www.wohnbeton.at", das erste online Unterrichtsmittel für HTLs, bietet Top-Infos nicht nur für Fachleute, und HTL-Schüler, sondern ist auch für Bauherren interessant. Die Produktion des bisherigen Print-Katalogs, der alle drei Jahre erneuert werden musste, wird eingestellt. Die Entwicklung des neuen Katalogs ist für den Direktor von Wiens einziger bautechnischer HTL, der Camillo Sitte Lehranstalt, Architekt Dipl. Ing. Jakob Khayat ein Erfolg der guten Zusammenarbeit mit der Industrie.

Frauenanteil in technischen Ausbildungen steigt

Für Ministerialrat Dipl. Ing. Wolfgang Riemer, der im Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur für Schulbücher der HTLs verantwortlich zeichnet, ist der neue Internet-Katalog die optimale Verknüpfung von Theorie und Praxis. Riemer: "Österreichs Ausbildungssystem in diesem Bereich ist europaweit Spitze und gewinnt durch die enge Zusammenarbeit mit der Industrie noch an Qualität." An den österreichischen HTLs werden derzeit knapp 60.000 Schüler/innen unterrichtet, davon rund elf Prozent Frauen, deren Anteil noch vor zehn Jahren lediglich bei zirka drei Prozent lag. Am höchsten sind die Frauenanteile an den HTLs in Wien mit 17,19 und in Vorarlberg mit 15,54 Prozent. Lediglich in Vorarlberg ist der Frauenanteil auch bei den Fachschulen in ähnlicher Höhe. Im Fachbereich Bautechnik an den HTLs sind derzeit 1.115 der knapp 7.000 Schüler Frauen. Mehr als 50 Prozent der Absolvent/innen gehen nach Abschluss direkt in die Praxis, der Rest studiert entweder Bauwesen oder ein Komplementärstudium.

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