900 Kindergartenpädagoginnen bei Enquete im Wiener Rathaus

Die Bedeutung der Kindertagesheime als Lernfeld

Wien (OTS) - Gestern, Dienstag, wurde die von der Magistratsabteilung 11A (Tagesbetreuung von Kindern, Kindertagesheime der Stadt Wien) organisierte Enquete mit dem Titel "Die Kindheit ist ein Teil von uns für immer" von Vizebürgermeisterin Grete Laska im Festsaal des Wiener Rathauses feierlich eröffnet.

Etwa 900 KindergartenpädagogInnen aus städtischen Kindertagesheimen erfuhren neue wissenschaftliche Erkenntnisse im Zusammenhang mit der Bildung von Kleinkindern und diskutierten deren Umsetzbarkeit in die Praxis.

Grete Laska verwies in ihrer Rede auf die pädagogische und gesellschaftspolitische Bedeutung der Kindergarteneinrichtungen und bedankte sich bei allen Beteiligten für ihr Engagement und die kritische Auseinandersetzung mit neuen Bildungsplänen in der Erziehungsarbeit. "Pädagogik ist weiblich", betonte Laska, "das ist ein starkes Zeichen für die Situation in Wien und das ist gut so. Einerseits birgt es die Chance, Probleme aus weiblicher Sicht zu lösen, andererseits zeigt es auch die Tendenz der Gesellschaft, die versucht den Bereich Kind und Familie den Frauen zuzuschreiben.

Die weibliche Dominanz im Bereich der Kleinkind- und Kindergartenpädagogik bietet aber für PädagogInnen und Mütter, die tagtäglich mit Kindern in Kontakt sind, auch die Chance als MultiplikatorInnen zu fungieren."

In weiterer Folge hielt Prof. DDDr. Wassilios Fthenakis (Freie Universität Bozen/Italien, Staatsinstitut für Frühpädagogik/München) einen Vortrag zum Thema "Bildung von Anfang an - Neuorientierung des Bildungsauftrages von Tageseinrichtungen für Kinder unter sechs Jahren."****

Am Nachmittag führten Diplompädagogin Ingeborg Becker-Textor (Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen/München) mit ihrem Referat "Alles, was ich heute weiß, hab' ich schon als Kind gelernt" und Mag. Elvira Muchitsch (Magistratsabteilung 11A /Wien) mit dem Vortrag "Biologische Grundlagen des Lernens" die Bedeutung der ersten Lebensjahre für die Entwicklung des Kindes weiter aus.

Dr. Christa Raffelsberger, pädagogische Leiterin der städtischen Kindertagesheime: "Bilden und erziehen heißt, dem Kind gegenüber Verantwortung zu übernehmen, ihm auf dem Weg in das Leben und in die Gesellschaft mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Das kann uns gelingen, indem wir die Signale der Kinder verstehen, ihre Fragen ernst nehmen und ihnen Freiräume zum eigenen entdeckenden Lernen geben." (Schluss) eg

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Mag. Kerstin Mühlböck
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