Wirtschaftsparlament der Wirtschaftskammer Niederösterreich

Erfolg macht hungrig!

Wien (OTS) - Als erfolgreiche Interessenvertretung mit "Appetit
auf mehr" präsentierte sich die Wirtschaftskammer Niederösterreich (WKNÖ) beim Wirtschaftsparlament. Ob Interessenvertretung oder Service, die WKNÖ agiert stets "All in One": als Sprachrohr, Wegbereiter und Vordenker für ihre Mitgliedsbetriebe!

Die Bilanz, welche die WKNÖ gestern beim Wirtschaftsparlament im WIFI St. Pölten präsentierte, kann sich jedenfalls sehen lassen: Ganz besonders setzte sich die blaugelbe Wirtschaftsvertretung 2004 für die Verbesserung der Eigenkapitalstruktur der Klein- und Mittelbetriebe (KMU) ein. Zahlreiche Untersuchungen belegen, dass wirtschaftliche Schwierigkeiten bis hin zur Insolvenz zu 80 Prozent innerbetriebliche Gründe haben! Deshalb hat die WKNÖ einen mehrstufigen "FinanzCheck" ins Leben gerufen, um die dünne Eigenkapitaldecke der niederösterreichischen KMU zu stärken. An dessen Beginn steht ein Selbsttest unter http://wko.at/noe/finanzcheck. Weiterführende WIFI-Beratungsangebote zeigen dann Wege in die Gewinnzone auf.

"Unsere Aktion hat Schule gemacht", freute sich WKNÖ-Direktor Dr. Franz Wiedersich, "und findet als "Best Practice made in Niederösterreich" Nachahmer im In- und Ausland!"

Leadership auf Bundesebene

Parallel zu diesen Serviceaktivitäten betreibt die WKNÖ intensives Lobbying bei der steuerlichen Entlastung der KMU. Dabei hat die blaugelbe Wirtschaftsvertretung auf Bundesebene Leadership gezeigt! Mit ihrem engagierten Vorstoß, der schließlich zur Halbierung des Steuersatzes beim nicht entnommenen Gewinn führte, konnte Präsidentin Sonja Zwazl bereits im Vorjahr einen gewaltigen Erfolg verbuchen. Nunmehr hätten sich geplante Änderungen bei der Pauschalierungsverordnung nur negativ für die betroffenen Betriebe ausgewirkt. Zwazls persönlichem Einsatz ist es zu danken, dass von diesem für die Betriebe nachteiligen Vorhaben wieder Abstand genommen wurde.

Ebenso abhaken auf ihrer "Lobbying To-Do-List" kann die Präsidentin die steuerliche 5-Jahres-Sperrfrist bei Betriebsaufgaben. Eine der Ursachen für leere Innenstadtgeschäfte ist damit ab 1.1.2005 vom Tisch.

Diese Regelung habe in der Praxis dazu geführt, dass viele Unternehmer es vorgezogen hätten, ihren Betrieb fünf Jahre lang leer stehen zu lassen, statt einen Nachfolger zu suchen. "Jeder kann nun sein Geschäft sofort nach der Schließung vermieten, ohne dass stille Reserven schlagend werden!", erläuterte Zwazl.

Da Erfolg bekanntlich "Appetit auf mehr" macht, schnürte die WKNÖ beim Wirtschaftsparlament gleich noch ein...

...KMU-Forderungspaket

So fordert die WKNÖ einen zeitlich unbeschränkten Verlustvortrag für Einnahmen-Ausgabenrechner. Dessen Notwendigkeit, so Präsidentin Zwazl, hätten vor allem die Erfahrungen mit dem Jahrhunderthochwasser zu Tage gebracht: "Es war für viele unserer Einnahmen-Ausgaben-Rechner eine zusätzliche Härte, dass sie ihre Verluste des Jahres 2002 nicht vorschreiben konnten. Das muss sich rasch ändern!"
Die Forderung nach Abschaffung der Mindest-Körperschaftssteuer kommt ebenfalls den KMU zu Gute, insbesondere den Jungunternehmern. "Da handelt es sich zumeist um ein ungerechtfertigtes Darlehen an den Finanzminister", weiß Zwazl.

Auf Bundesebene angesiedelt ist auch die an die Adresse der Bundesbeschaffungsgesellschaft (BBG) gerichtete Forderung nach mehr Berücksichtigung der Klein- und Mittelbetriebe. "Wir brauchen keine Riesenausschreibungen, welche die Regionalentwicklung behindern", so die Präsidentin. Angesichts der schon erzielten Erfolge ist sie zuversichtlich: "Im Lebensmittelbereich haben wir schon einiges bewegt. Da wird wieder mehr auf die Interessen der regionalen Wirtschaft Rücksicht genommen!"

Erfolge auf Landesebene

Bei dem der Landespolitik gewidmeten Teil des blaugelben Wirtschaftsparlaments gab es ebenfalls beachtenswerte Erfolge zu vermelden. Zu aller erst stand die Novelle des NÖ Raumordnungsgesetzes. "Lange Zeit haben wir auf die neue Raumordnung gedrängt. Jetzt haben wir sie!"
Zwazls Freude ist verständlich, "ist doch nun dem Wildwuchs auf der grünen Wiese der Kampf angesagt."

Mit der Privatuni für Design - der New Design University - im WIFI St. Pölten hat die WKNÖ einen richtigen Paukenschlag auf dem Sektor der Aus- und Weiterbildung gesetzt. Präsidentin Zwazl und Direktor Wiedersich berichteten dem Wirtschaftsparlament, dass der zuständige Akkreditierungsrat im Ministerium vor kurzem grünes Licht für die Errichtung der New Design University im WIFI St. Pölten gegeben hat. "Damit schaffen wir eine universitäre Ausbildungsstätte für die gesamte österreichische Kreativwirtschaft!"

Weg mit Wiener Gebrauchsabgaben für Niederösterreicher!

Im Visier der WKNÖ befindet sich auch die in Niederösterreich eingehobene Wiener Gebrauchsabgabe. Derzeit werden die niederösterreichischen Stromkunden der Wienenergie kräftig zur Kasse gebeten. Insgesamt 15 Mio. Euro entrichten 20.000 Betriebe und 350.000 niederösterreichische Haushalte, welche sich im Versorgungsgebiet der Wienenergie befinden, an die Gemeinde Wien. Rund 4 Prozent der Stromrechnung macht diese der Gemeinde Wien zukommende Abgabe aus! 250 Euro beträgt die jährliche Mehrbelastung für einen kleineren Gewerbebetrieb bei einem angenommenen Stromverbrauch von 50.000 KWh/Jahr.

Die selbe Problematik wie beim Strom gibt es auch beim Gas. Rund 35.000 niederösterreichische Abnehmer der Wien-Gas sind davon betroffen. 1,25 Mio. Euro macht hier das Aufkommen aus!

Da die Einhebung einer Wiener Gemeindeabgabe sowohl bei Strom als auch bei Gas in jeglicher Hinsicht der föderalen, staatlichen Ordnung widerspricht, fordert die WKNÖ: "Die Finanzierung der Gemeinde Wien durch niederösterreichische Strom- und Gaskunden gehört so rasch wie möglich aus der Welt geschafft!"

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