"Neues Volksblatt" Kommentar: "Zahlenspiele" (Von Markus Ebert)

Ausgabe vom

Linz (OTS) - 24. November 2004 =

Dass die oppositionelle SPÖ an der Halbzeitbilanz der Bundesregierung kein gutes Haar lassen kann, versteht sich von selbst. Wenn dann sogar ansonsten eher regierungskritische Medien die Arbeit des Kabinetts Schüssel II als gar nicht so schlecht beurteilen, muss das in der angeblich für die Kanzlerschaft startklaren SPÖ die Alarmglocken läuten lassen. Nur so ist zu erklären, dass mit fragwürdigen Zahlenspielen Österreich als Jammertal hingestellt wird. Um ein unterdurchschnittliches Wirtschaftswachstum zu bejammern, hat die SPÖ Daten der erst seit 1. Mai 2004 zur EU gehörenden Länder schon in die Jahre 2002 bis 2004 hineingerechnet. Dass Staaten auf Aufholjagd naturgemäß höhere Wachstumsraten haben als die bisherigen EU-15 müsste eigentlich auch in der SPÖ klar sein. Die in diesem Zusammenghang gemachte Ankündigung, auf dem Bundesparteitag werde die SPÖ zeigen, "dass es besser geht", wurde gestern übrigens von SPÖ-Frauenchefin umgehend widerlegt: Sie beklagte, dass es nicht gelungen sei, die seit 1993 bestehende 40-prozentige Frauenquote in den Parteigremien auch umzusetzen.

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