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Österreichischer Tierschutzverein fordert: Schluss mit öffentlich subventioniertem Tierleid!!!

Offener Brief an die Steiermärkische Landesregierung

Wien (OTS) - Sehr geehrte Frau Landeshauptmann Klasnic!
Sehr geehrter Herr Landeshauptmannstellvertreter Mag. Voves!
Sehr geehrter Herr Landeshauptmannstellvertreter DI Schöggl!

Österreichs große Tiergärten - auch Herberstein - erhalten seit Jahren Subventionen aus öffentlicher Hand. Von den Verantwortlichen werden hierfür oft Gründe wie "Förderung des Tourismus" und "Erhaltung des Erholungsraumes" genannt. Dabei wird leider gerne übersehen, dass orthodoxe Tiergärten für die "Inhaftierten" Stress und Leid bedeuten. Es ist wissenschaftlich erwiesen, sogar die EU geht in einem Begleitschreiben zur Zoo-Richtline davon aus, dass gewisse Tierarten in Gefangenschaft niemals artgerecht gehalten werden können. Ihnen werden also permanent - je nach Lebenserwartung oft über Jahrzehnte - Qualen zugefügt.

Bund und Länder akzeptieren also nicht nur eine der schlimmsten Formen der Tierquälerei stillschweigend, sondern fördern diese auch noch mit Steuermitteln. Zur bloßen Tatsache, dass die öffentliche Hand zum Mäzen der Tierquälerei wird, tritt aber noch der Umstand hinzu, dass im "Steuerpool" ja auch Gelder von erklärten Tierfreunden und Zoogegnern enthalten sind, diese also ungefragt und vielfach sogar gegen deren Willen zu Mitfinanzierern gemacht werden.

Bereits getätigte Überlegungen zur Einstellung erwähnter Subventionen sind also ein Schritt in die richtige Richtung. Der Österreichische Tierschutzverein appelliert daher an die Steiermärkische Landesregierung den Weg konsequent weiter zu gehen und jegliche finanzielle Unterstützung für den Tierpark Herberstein und alle anderen subventionierten, orthodoxen Tiergärten einzustellen. Als nächster Schritt sollte dann mit der stufenweisen Schließung begonnen werden, da Herberstein - wie auch die anderen klassischen Tiergärten - nicht mehr zeitgemäß ist. Dabei muss man sich jedoch bewusst sein, dass das Land Steiermark - aufgrund der jahrelangen Subventionsgewährung - nunmehr auch eine Verantwortung für die Tiere hat. Österreich braucht keinen zweiten "Fall Gänserndorf", bei dem sich schon das Land Niederösterreich nicht gerade mit Ruhm bekleckert hat.

Wir möchten daher den Verantwortlichen dringend nahe legen, rechtzeitig nach einem geeigneten Platz für die Tiere Ausschau zu halten. Die Abschiebung in einen anderen, vergleichbaren Zoo ist sicher keine Lösung. Vielmehr sollte die Gelegenheit genützt werden, den Tieren endlich ein artgerechtes Leben zu bereiten, wofür sich einerseits einige Europäische Wildparks, andererseits Arterhaltungsprojekte in den Ursprungsländern eignen würden.

Rückfragen & Kontakt:

Österreichischer Tierschutzverein
Mag. Roman Kopfer
Geschäftsführer Wien
Tel.: 0664/4521694

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