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Gusenbauer: "SPÖ ist startklar, den Bildungsabbau in Österreich zu beenden"

Judenburg (SK) "Wir sind startklar, den Bildungsabbau in Österreich zu beenden und dem zentralen Element der Zukunftspolitik, der Bildung, eine neue Perspektive zu geben", unterstrich SPÖ-Vorsitzender Alfred Gusenbauer bei einer gemeinsamen Pressekonferenz zum Thema "Bildung" mit SPÖ-Nationalratsabgeordneten Heinz Gradwohl im Schulungszentrum Fohnsdorf. Gusenbauer warf einige "Schlaglichter" auf die zentralen Punkte des SPÖ-Bildungsprogramms -die Einrichtung von Kinderbetreuungsplätzen, eine "neue Schule" für Österreich, den Abbau von herkunftsbedingter Bildungsbarrieren, die Schaffung von 100.000 Ganztagsschulplätzen bis 2010 und die Verbesserung der beruflichen Bildung - das am Bundesparteitag beschlossen wird. Das "Team Gusenbauer" besuchte am Dienstag im Rahmen der SPÖ-Startklar-Tour den steirischen Bezirk Judenburg und wurde unter anderem von der Zweiten Nationalratspräsidentin Barbara Prammer begleitet. Gradwohl legte in seinen Ausführungen besonderes Augenmerk auf die spezifischen Probleme der Region. ****

"In einer Zeit, wo sich Qualifikationen so rasch ändern und die Geburtenrate nicht so hoch ist, muss man allen Menschen mehrfach optimale Bildungsmöglichkeiten im Leben geben", betonte Gusenbauer. Er sprach sich für die Einrichtung von Kinderbetreuungsplätzen, die Gelegenheit zu primärer Integration bieten, aus. Gusenbauer schlug vor, das letzte Kindergartenjahr als eine Art "Vorschule" zu führen, um eine optimale Vorbereitung auf die Schule zu leisten. Gusenbauer forderte eine "neue Schule" für Österreich, die sich nach einer individuellen Begabungen orientiert. "Das österreichische Schulsystem selektiert eher nach dem Maß der Unfähigkeit und nicht nach Fähigkeiten", so Gusenbauer. Gusenbauer kritisierte, dass Bildungskarrieren in Österreich herkunftsbedingt seien. Die SPÖ fordert außerdem 100.000 Ganztagsschulplätze bis zum Jahr 2010, wobei die Wahlmöglichkeit erhalten bleibt.

"Die Lehrstellenangebote sind in den letzten Jahren zurückgegangen, der Bedarf an Facharbeitern ist aber ein steigender", zeigte Gusenbauer auf. Die SPÖ trete für eine Orientierung am erfolgreichen Vorarlberger Modell des Lehrlingsfonds ein. "Dieses Modell bewährt sich seit 30 Jahren, wir sollten versuchen, es bundesweit zu verwirklichen", unterstrich Gusenbauer.

"Es ist mir ein Anliegen, dass die österreichischen Universitäten ihren Namen verdienen, denn das, was sich dort momentan abspielt ist ein unglaublicher Skandal", sagte Gusenbauer und sprach von "Weltklassewartesälen" statt Weltklasseuniversitäten. Er kritisierte, dass hier die Zukunft des Landes verspielt werde. Die Universitätsreform bezeichnete er als "absoluten Fehlschlag" und auch durch die Einführung der Studiengebühren hätten die Universitäten nicht mehr Geld zur Verfügung. Die SPÖ unterstützt das Forderungsprogramm der Österreichischen Rektorenkonferenz dem Universitäten 100 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen.

Gradwohl merkte aus regionaler Sicht an, dass die Kinderbetreuung von den Kommunen aufrecht erhalten wird: "Die Bundesregierung unterstützt die Kommunen in diesem Bereich absolut nicht", kritisierte Gradwohl. Er verwies außerdem auf das Problem der fehlenden Beschäftigungsmöglichkeiten im Bezirk und die daraus resultierende Jugendabwanderung. Auch in der schlechten Erreichbarkeit sieht Gradwohl ein gravierendes Problem. Es gebe auch keinerlei Hinweise, dass zukünftig die Eurofighter in Zeltweg gewartet werden, so Gradwohl weiter: "Wo sind da die arbeitsfördernden Maßnahmen, wo sind die Kompensationsgeschäfte?". (Schluss) sk

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