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Enormes Sparpotential durch optimierte Gebäudebewirtschaftung

Moderne, optimierte Liegenschaftsbewirtschaftung in Österreichs Städten - Städtebund-Tagung im Wiener Rathaus

Wien (OTS) - "Das Interesse an einer Reform des Managements von Gebäuden und Liegenschaften hat sowohl im privatwirtschaftlichen als auch im öffentlichen Sektor in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Es ist vor allem durch ein erhebliches Einsparungspotential in den kommunalen Haushalten motiviert", erklärte am Dienstag Städtebund-Generalsekretär Erich Pramböck bei der Eröffnung der Städtebund-Tagung "Facility Management -Potentiale, Erfahrungen und Erfolge" im Wiener Rathaus.

Innerhalb der öffentlichen Haushalte stellen die Gebäudeerhaltungskosten nach den Personalkosten den größten Ausgabenposten dar. Dabei handelt es sich im Durchschnitt um eine Größenordnung von ca. 25 Prozent der internen laufenden Gebarung. Durch eine moderne Gebäudebewirtschaftung - der Fachterminus lautet Facility Management - können nach ersten Erfahrungen Einsparungen von 10 bis 15 Prozent lukriert werden. "Wenn man bedenkt, dass die Städte ihren Gürtel im Rahmen der Budgetierung seit Jahren enger schnallen müssen, handelt es sich dabei um beachtliche Summen", so Pramböck.

Kommunale Gebäudebewirtschaftung aus einer Hand

Facility Management zielt auf die Zusammenfassung der Bewirtschaftung aller Gebäude im kommunalen Bereich (Schulen, Kindergärten, Amtshäuser etc.) in einer Hand ab. Weiters bieten sich Möglichkeiten hinsichtlich einer steuerlichen Optimierung für die Kommunen. "Bislang waren die Zuständigkeiten für den Neubau, für die Instandhaltung, die Technik oder die Verwertung von Gebäuden in mehreren Abteilungen aufgesplittert. Nun wird in einem Prozess dazu übergegangen die Betreuung einer Immobilie von der Planung über die Instandhaltung bis hin zur Verwertung in einer Hand zu bündeln", referierte Christian Strasser vom Magistrat Linz.

Vorzeigemodell Salzburg - 600.000 Euro eingespart

Ein Vorzeigemodell für die kommunale Gebäudewirtschaftung ist die Stadt Salzburg. In zäher Kleinarbeit konnten über die Evaluierung von im Eigenbestand stehenden Büroflächen, der Zusammenführung von dislozierten Einheiten und durch die Auflassung von angemieteten Büroflächen Einsparungen in Höhe von 360.000 Euro erzielt werden. Mit der gleichzeitig vorgenommenen Energieoptimierung konnten insgesamt mehr als 600.000 Euro eingespart werden. Im Rahmen der Tagung werden weitere Beispiele - darunter aus Wien, aber auch Schwaz in Tirol -vorgestellt.

Städtebund-Leitfaden Facility Management

Um die aus dem Prozess der optimierten Gebäudebewirtschaft gewonnenen Erfahrungen möglichst vielen Interessenten zugänglich zu machen, hat der Österreichische Städtebund im Rahmen einer Arbeitsgruppe einen spezifischen Leitfaden zur Thematik Facility Management erarbeitet. Dieser soll insbesondere bei der praktischen Umsetzung in den kommunalen Dienststellen Fragen beantworten helfen bzw. die Planung erleichtern.

Der Leitfaden kann über http://www.staedtebund.at/ heruntergeladen bzw. unter 01-4000-89980 bestellt werden. (Schluss) wh

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