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Bhutan: Österreichische Ausfuhren legten um sensationelle 222% zu

Wasserkraftwerke im ersten "nikotinfreien" Land der Welt mit österreichischem Know-How errichtet

Wien (PWK848) - Mit Bhutan, dem kleinen, idyllischen Königreich im Himalaya verzeichnete Österreich von Jänner bis August 2004 eine sensationelle Exportsteigerung - das Ausfuhrplus machte 221,8% gegenüber der Vorjahresperiode aus. "Dieser enorme Zuwachs auf 8,3 Mio Euro ist auf das Basochhu Kraftwerksprojekt, zurückzuführen, dessen Oberstufe bereits 2001 mit österreichischer Ausrüstung beliefert wurde und als Folgeauftrag wurde die Unterstufe als Turnkey Projekt vergeben", sagt Walter Koren, Leiter der Außenwirtschaft Österreich (AWO) der WKÖ. Beide Projekte erfolgten im Rahmen der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (EZA). Die zweite Stufe läuft aber nicht mehr alleine im Rahmen der EZA, sondern ist teilweise schon kommerziell finanziert.

In die internationalen Schlagzeilen geriet das Himalaya-Königreich erst unlängst, da es als erster Staat weltweit vollkommen "nikotinfrei" werden will. Bis Mitte Dezember müssen Hotels, Restaurants und Bars ihre Tabakbestände vernichten und der Verkauf und Import von Tabak wird generell verboten.

Bhutan ist mit einer Fläche von 46,500 km² und einer Bevölkerung von ca. 2,2 Mio von den meisten Problemen seiner Nachbarländer, die unter Überbevölkerung leiden verschont geblieben. Das kleine Königreich versucht auch sonst seinen eigenen Weg zu gehen. "Die Politik ist ausgerichtet auf das Ziel der 'Gross National Happiness', in der verschiedene entwicklungspolitische Ziele, wie Wirtschaftswachstum, Kulturerbe, Nachhaltigkeit und Naturschutz sowie 'Good Governance' vereint sind", berichtet Hans-Jörg Hörtnagl, für Bhutan zuständiger österreichischer Handelsdelegierter aus New Delhi.

Wirtschaftlich ist Bhutan nach wie vor ein Agrarstaat (34% des BIP) und stark von Importen aus den Nachbarländern abhängig. Eines der wenigen Exportgüter Bhutans (Exporte 2001/02: USD 98 Mio; Importe 2001/02: USD 188 Mio) ist Elektrizität aus Wasserkraft. Hörtnagl: "In Hinblick auf seine Wasserressourcen, seine Gebirgslandschaft und seine natürliche Unberührtheit lassen sich durchaus Parallelen zu Österreich herstellen - vielleicht mit ein Grund warum Österreich seit Jahren aktiv im Wege der Entwicklungszusammenarbeit den Bhutan unterstützt." Neben kulturellen Projekten hat vor allem das 21,3 MW Basochhu Wasserkraftwerk, dessen Unterstufe Anfang 2005 eröffnet wird einen großen Beitrag geleistet. (BS)

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