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VP-Salcher: Vereinigte Bühnen haben jährlich 21,4 Mio € verschlungen

Nicht zuletzt reißt der Umbau des Ronachers ein Loch von 47 Millionen Euro ins Budget

Wien (VP-Klub): "Ich habe seit Jahren auf die undurchsichtigen Bilanzen und Geschäftsberichte, die schlechten Einspielergebnisse und auf die Intransparenz bei der Subventionsvergabe bei den Vereinigten Bühnen Wien hingewiesen. Dieses Unternehmen ist ein Beispiel für einen sozialistischen Kolchosenbetrieb. Von 1990 bis 2004 sind insgesamt ca. 321,4 Millionen Euro, das sind 21,4 Millionen Euro pro Jahr oder rund 294 Millionen Schilling pro Jahr Steuergeld in dieses Unternehmen geflossen", so der ÖVP Wien Kultursprecher, LAbg. Andreas Salcher in der heutigen Budget-Gemeinderatsdebatte.

"Es gab ein einziges Mal - unter ÖVP Kulturstadtrat Peter Marboe -eine Vereinbarung mit den Vereinigten Bühnen Wien, geringere Subventionen auszuzahlen. Im Jahr 1997 hat der damalige Intendant Rudi Klausnitzer ein Konzept für Sparmaßnahmen vorgelegt, bei einer jährlichen Subvention von 290 Millionen Schilling 20 Millionen Schilling pro Jahr einzusparen. Die Einsparungen waren notwendig, weil schon damals abzusehen war, dass die Vereinigten Bühnen Wien das Kulturbudget massiv belasten."

"Aber anstatt diesen Sparkurs beizubehalten, macht die SP-Stadtregierung in der Zuständigkeit von Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny genau das Gegenteil. Sowohl die Betriebssubvention wird von einem ohnehin viel zu hohen Niveau weiterhin erhöht, als auch 47 Millionen Euro - ausschließlich aus Steuermitteln - in den Umbau des Ronachers investiert. Dass die Boom-Zeit des Musicals längst der Vergangenheit angehört, dürfte sich noch nicht bis Mailath-Pokorny herumgesprochen haben. Auch eine Trendumkehr ist nicht in Sicht und konnte deshalb auch mit keiner einzigen rechtfertigenden Studie, zu der die SP-Stadtregierung mehr als einmal aufgefordert wurde, nachgewiesen werden. Bei den Vereinigten Bühnen Wien muss endlich gespart werden. Wir werden nicht länger zusehen, dass in Zeiten knapper Budgets rundherum Einsparungen vorgenommen werden, die Vereinigten Bühnen Wien aber davon ausgenommen sind und weiterhin großzügige Zuschüsse in Millionenhöhe erhalten", so der VP-Kultursprecher abschließend. (Schluss)

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