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Hohe Spritpreise belasten Tankstellenpächter

Problem "Preistrichter" - "Umwegverkehr zahlt sich nicht aus"

Wien (PWK846) - Die hohen Spritpreise werden vielerorts heiß diskutiert. Sie belasten jedoch nicht nur die Autofahrer sondern auch die Tankstellenpächter. Diese sind nicht nur erster Ansprechpartner bei allen Unmutsäußerungen, sondern haben auch wirtschaftlich negative Auswirkungen zu tragen.

Die konkreten Spritpreise werden von den jeweiligen Mineralölkonzernen festgelegt. Der Tankstellenpartner hat keinen Einfluss darauf, er muss vielmehr die ihm vorgeschriebenen Preisänderungen umgehend vollziehen.

Die Mineralölkonzerne passen die Preise den jeweiligen Marktgegebenheiten an. Das bedeutet, dass beispielsweise die Preise eines örtlichen Diskonters eingehalten werden müssen. In einigen Kilometern Entfernung vom jeweiligen Diskonter passen sich die Preise wieder an das österreichweite Niveau an. Die Tankstellenpartner am Rand eines solchen "Preistrichters" müssen enorme Umsatzeinbußen ertragen. Hier sind nämlich die ihnen vorgegebenen Preise höher als beim Diskonter, die Entfernung zum Diskonter aber noch nicht groß genug.

Viele Konsumentenvereinigungen geben Listen mit günstigen Tankstellen heraus und verleiten so Lenker zu Umwegverkehren. Dabei wird vielfach nicht bedacht, dass die geringen Preisvorteile bereits mit einem Umweg von wenigen Kilometern egalisiert sind. Die führe zu einem "ökologischen Wahnsinn", erklärt Mag. Alexander Piekniczek, Geschäftsführer des Fachverbandes der Garagen-, Tankstellen- und Servicestationsunternehmungen.

Einige Kommunen, speziell das Bundesland Kärnten, wollen dem Konsumenten einen günstigeren Treibstoffpreis anbieten und haben daher ihre "Magistratstankstellen" für alle Konsumenten geöffnet. Sie bieten den Treibstoff um rund 3 Cent billiger an. Dies wird dadurch ermöglicht, dass die Personalkosten, die Wartung, Instandhaltung sowie Anschaffungskosten von der öffentlichen Hand getragen werden. Dies führt zu einem enormen Wettbewerbsnachteil für die privaten Tankstellenpartner, da diese gezwungen sind, solche Kosten aus ihrer Spanne zu tragen. Der Preisvorteil der "Magistratstankstellen" wird daher "von uns allen, den Steuerzahlern, getragen", unterstreicht Piekniczek. (hp)

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Wirtschaftskammer Österreich
FV Garagen-, Tankstellen- und Serviceunternehmungen
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