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Fahrschulen: Winterreifenpflicht auf Österreichs Straßen dringend notwendig!

Fachverband fordert gesetzliche Umrüstungspflicht in den Wintermonaten - Versicherungsschutz kann ohne Winterreifen verloren gehen

Wien (PWK845) - Alle Jahre wieder: das Chaos auf Österreichs Straßen beim ersten Wintereinbruch. Zahlreiche Autofahrer werden von den ersten Schneefällen im Spätherbst überrascht und sind dann mit Sommerreifen auf Schneefahrbahnen eine Gefahr für sich selbst und alle anderen.

Mit einem einfachen Vergleich zeigt Ing. Norbert Hausherr, Obmann des Fachverbandes der österreichischen Fahrschulen, wie entscheidend die richtige Bereifung auf schneeglatter Fahrbahn ist: "Bei 80 km/h verlängert sich der Bremsweg mit Sommerreifen auf verschneiter Fahrbahn trotz ABS um 42 Meter. Mit Winterreifen kommt man nach 70 Metern zum Stillstand, mit Sommerreifen erst nach 112 Metern! An jenem Punkt, an dem das Fahrzeug mit Winterreifen bereits steht, ist jenes mit Sommerreifen noch mit 48,8 km/h unterwegs!" Der Fachverband der Fahrschulen fordert deshalb die verantwortlichen Politiker auf, rasch für eine moderne und praxisgerechte Regelung der Winterreifenpflicht zu sorgen.

Viele Autofahrer glauben, dass Winterreifen nur auf Schneefahrbahn mehr Sicherheit bringen. Sobald die Außentemperaturen dauerhaft unter plus acht Grad sinken, ist es an der Zeit, die Sommerreifen einzuwintern. Ab solchen Temperaturen haftet das Gummigemisch von Winterreifen einfach besser.

Beim Schwerverkehr können falsche Reifen fatale Folgen haben, wie der Bus-Unfall letztes Wochenende auf der A1 gezeigt hat. Ein Reisebus mit "Mischbereifung" - vorne Sommerreifen, hinten Winterreifen - kam von der Fahrbahn ab und stürzte über eine 10m hohe Böschung. "Ein Relikt aus der Vergangenheit - ein Wahnsinn, dass so etwas heute noch zulässig ist", ärgert sich Hausherr und meint weiters, "bei Fahrzeugen im Wert von mehreren 100.000 Euro kann es auf zwei zusätzliche Winterreifen nicht ankommen"

Wer auf verschneiter Fahrbahn mit Sommerreifen unterwegs ist, riskiert nicht nur Gesundheit und Leben. Auch der Versicherungsschutz kann entfallen. Wenn ein Verkehrsunfall durch den Einsatz von Winter-statt Sommerreifen vermeidbar gewesen wäre, droht ein Mitverschulden beim Verkehrsunfall oder sogar der teilweise bis gänzliche Verlust des Kasko-Schutzes.

Der Verzicht auf Winterbereifung erhöht das Risiko enorm, bringt aber kaum Kostenersparnis, da sich die Sommerreifen während der Lagerperiode nicht abnützen und entsprechend länger verwendet werden können. (hp)

Rückfragen & Kontakt:

Wirtschaftskammer Österreich
Fachverband der Fahrschulen
Marcus Reisinger
Tel.: (++43) 0590 900-3161
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