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Emotionen und Information - Margit Fischer im Caritas-Flüchtlingshaus

Halt-Signal für Vorurteile

Wien (OTS) - Als "Halt-Signal für Vorurteile" empfand der Wiener Caritasdirektor Michael Landau den Besuch von Margit Fischer, der Frau des Bundespräsidenten, im Karwanhaus der Caritas in Wien.

Margit Fischer traf mit Frauen und ihren Kindern in dem Flüchtlingshaus in Wien-Josefstadt zusammen und zeigte sich von deren Schicksalen tief erschüttert: "Besonders die monatelange und teilweise jahrelange Ungewissheit, in der diese Frauen mit ihren Kindern und teilweise auch Männern auf den Ausgang ihres Asylverfahrens in Österreich warten, macht betroffen."
Für Caritasdirektor Michael Landau hat Margit Fischer mit ihrem Besuch gezeigt, "dass es notwendig ist, auf Information und Fakten zu setzen und nicht auf Vorurteile, und dass die pauschalierende Gleichung 'Asylwerber = kriminell' unzulässig ist!" Dafür sagte der Caritasdirektor "ein herzliches und großes Danke im Namen der Betroffenen!"

Margit Fischer hatte sich in einer großen Frauenrunde - bei der sich sehr bewusst alle Männer, auch der Caritasdirektor, zurückgezogen hatten - mit den Frauenschicksalen konfrontiert, dramatische Fluchtgeschichten erzählt bekommen und ist auch den teilweise recht heftigen Gefühlsausbrüchen der Frauen nicht ausgewichen. Die Caritasmitarbeiterinnen zeigten sich beeindruckt. "Auch wenn klar ist, die Frau des Bundespräsidenten ist nicht gekommen um 'Einzelintervention' auch nur anzubieten. Aber dass sie sich Zeit genommen hat, den Frauen gezeigt hat, ich interessiere mich ehrlich für euer Schicksal, das gibt Kraft, auch in diesen schwierigen Situationen!"

"Österreich hat eine große Tradition, wenn es um die Bereitschaft geht, Menschen in Not zur Seite zu stehen, dieser Tradition müssen wir auch weiterhin gerecht bleiben", waren sich Margit Fischer und Michael Landau einig. Für die Frau des Bundespräsidenten ist es wichtig zu sehen, "in welchen dramatischen und für uns unvorstellbaren Situationen Menschen in den Krisenherden der Welt Tag für Tag versuchen zu überleben." Und sie wirbt um Verständnis "für die, denen es gelungen ist, aus Umständen zu flüchten, in denen wir keinen Tag leben möchten!"

Rückfragen & Kontakt:

Peter Wesely
Pressesprecher Caritas der Erzdiözese Wien
Tel.: (++43-1) 87812 - 221 od. 0664/1838140
p.wesely@caritas-wien.at http//www.caritas-wien.at

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