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SPÖ-Maurer: Strategieplan für Wien logisch und ausgewogen

Wien (SPW-K) - Hauptsächlich den positiven Aspekten des neuen Strategieplans für Wien widmete SPÖ-Gemeinderat Dkfm. Ernst Maurer seinen Debattenbeitrag über den Budgetvorschlag der Geschäftsgruppe Planung für das Jahr 2005 gestern, Montag Abend, im Wiener Gemeinderat.
Maurer betonte, dass bei der Erstellung des Planes ein "sorgfältiger Umgang mit den zahlreichen Stellungnahmen gewählt worden ist". Alle Anmerkungen seien, so der Mandatar, genau bewertet und abgewogen worden und oft in Form entsprechender Berücksichtigung letztlich in den Strategieplan eingeflossen. Den Plan selbst bezeichnete Maurer als "logisch und ausgewogen".

Hinsichtlich der Ausführungen seines Vorredners Chorherr von den Grünen über den neuen Bahnhof Wien-Europa Mitte merkte Maurer an, dass er mit der Meinung Chorherrs, die ÖBB sollte ihre Bahnhöfe selbst errichten, durchaus übereinstimme. "Nur", so der Gemeinderat, "die ÖBB tun dies ganz einfach nicht". Jetzt habe sich die Möglichkeit für die Stadt und andere Investoren ergeben, gemeinsam mit den ÖBB das Projekt zu verwirklichen. Man sollte jedenfalls darüber froh sein, dass auf dem derzeit unansehnlichen Gebiet im Bereich des alten Süd-Ost-Bahnhofes endlich etwas Positives in die Wege geleitet werde.

Maurer wies im Zusammenhang mit dem Strategieplan auch auf Untersuchungen hin, denen zufolge die Menschen ähnliche architektonische Anforderungen an Betriebsbaugebiet wie an ihr Wohnumfeld legten. Gewünscht würden im Betriebsumfeld eine gute Anbindung an den öffentlichen Verkehr, die ausreichende Versorgung mit Geschäften und Speiselokalen. Dies wäre durchaus verständlich, da sich ArbeitnehmerInnen viele Stunden am Tag im Betrieb und dessen Umfeld befänden und dort insgesamt einen großen Teil ihres Lebens verbrächten. "Mit dem neuen Strategieplan für Wien ist für die Umsetzung solcher Zielsetzungen eine gute Basis geschaffen worden", meinte Maurer.

Die Debatte über die Einkaufszentren bezeichnete der Redner als notwendig und wichtig, wobei es eine Reihe von grundsätzlichen Fragen zu klären gebe. Wo sollen Einkaufszentren angesiedelt werden, wie verhält es sich mit dem Kaufkraftabfluss? Nicht auf der grünen Weise, meinten immer mehr Menschen und Raumplaner. Wichtig sei jedenfalls eine gute Verkehrsanbindung, etwa an die U-Bahn. Sei eine solche vorhanden, dann ändere sich die Situation grundlegend. Viele Menschen würden dann bei ihrem Einkauf auf die Benützung des Autos verzichten und die U-Bahn als Verkehrsmittel wählen.

Abschließend sprach Maurer im Zusammenhang mit der Errichtung von Einkaufszentren auch die Problematik des langsamen Aussterbens der sogenannten Traditionsgeschäfte an. Dabei müsse, so der Redner, auch die Frage der Grundstückspreise sowie der Mietenhöhe berücksichtigt werden. Da in diesem Bereich trotz einiger gesetzlicher Auflagen de facto die freie Mietzinsbildung herrsche, komme unter dem Strich oft eine Mietzinshöhe heraus, die nicht für die sogenannten kleinen, sondern nur für die Inhaber größerer Geschäfte, speziell von Handelsketten, leistbar sei, schloss Maurer. (Schluss)

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