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Andreas Jäger präsentiert den "Energy Globe Award" im ORF

Der Umwelt-Oscar vor Milliardenpublikum

Wien (OTS) - Die Umwelt hat einen hohen Preis - den "Energy Globe Award". Er ist der weltweit bedeutendste Umweltpreis, präsentiert vor einem Milliardenpublikum, initiiert von einem Österreicher. Vor kurzem wurden die Gewinner aus allen Kontinenten bekannt, die Globe-Verleihung erfolgt im April 2005 im Rahmen der Expo. Der frühere ORF-Wetterprophet Andreas Jäger präsentiert die insgesamt sechs preisgekrönten Projekte von Brasilien über Afrika bis China und die Türkei im Rahmen einer spannenden Dokumentation - zu sehen am Mittwoch, dem 24. November 2004, um 22.30 Uhr in ORF 2.

Andreas Jäger: Umweltbewusst und fasziniert von den Projekten

"Ich bin wirklich überrascht, wie unglaublich spannend und interessant die einzelnen Projekte sind. Etwa der von den Frauen in Pakistan selbst gebaute Brennofen, der um die Hälfte weniger an Brennholz verbraucht. Das ist ein echter Fortschritt: Bauen aus Materialien, die man selbst zu Hause hat", so Doku-Präsentator Andreas Jäger. "Die Idee des 'Energy Globe Award' finde ich extrem toll, wirklich grandios. Die Bewusstseinsbildung bei den Menschen und die Werbung dafür sind wichtig, es geht um eine Vorbildfunktion", so der ehemalige ORF-Wettermann. "Besonders aber gefällt mir die Internationalität!" Immerhin wird die ORF-Doku bis Jänner 2005 weltweit mit einer Reichweite von ca. zweieinhalb Milliarden Haushalten ausgestrahlt. "Und das ist mit Sicherheit auch eine Werbung für Österreich." Und wie hält es Andreas Jäger selbst mit dem Umweltschutz? "Ich bin nicht fanatisch, aber schon umweltbewusst. Gerade bei der Mülltrennung bin ich sehr konsequent. Ich fahre auch viel mit der U-Bahn und wenig mit dem Auto."

Die Sieger: Fünf Kontinente, fünf Preise und ein Sonderpreis

600 Projekte und Initiativen aus aller Welt bewarben sich um den "Energy Globe Award 2004", der bereits zum fünften Mal in den Kategorien Erde, Feuer, Wasser, Luft und Jugend vergeben wird. Die Siegerprojekte kommen aus allen Kontinenten.

Der Gewinner des Preises aus der Kategorie "Erde" ist Brasilien: Hier hat die Wohn-Abteilung der Stadt Santa Cruz do Sul das Projekt "Joao-de-Barro-Bom-Plac-Projekt" ins Leben gerufen. Ein Projekt ist der Bau von qualitativ hochwertigen und kostengünstigen Häusern. Familien bauen Häuser aus vorgefertigten Pfosten, Wandplatten und Blöcken selbst. Die Häuser bestehen aus Holz, Zink, Metall und Gummi aus Altreifen. Die Verwendung von Letzteren reduziert nicht nur Müllberge, sondern verhindert auch Tropenkrankheiten. Das Regenwasser, das sich in herumliegenden Altreifen sammelt, ist nämlich eine optimale Brutstätte für Moskitolarven.

Sieger in der Kategorie "Feuer" ist ein deutsch-türkisches Projekt. Es geht um Energieversorgungssysteme zur Klimatisierung von Gebäuden durch Sonnenenergie. In einem speziellen Verfahren wird aus 150 Grad Wärme Kälte erzeugt! Man erspart sich so enorme Kosten für die Kühlung - vor allem in südlichen, heißen Regionen.

Der Suzhou-Fluss in China wird von den Bewohnern Shanghais als Mülldeponie benutzt. Mit einem Dieselmotorboot wird nun Sauerstoff in den Fluss gepumpt, um das Wasser zu reinigen. Das Projekt ist Sieger in der Kategorie "Wasser".

Sauberere "Luft" verschafft ein von einer Pakistaner Organisation entwickelter Herd, der um die Hälfte weniger Brennholz braucht und selbst kostengünstig gebaut werden kann. Erledigt wird das von Frauen. Plus: Die Emissionen konnten mit der neuen Konstruktion um 70 Prozent reduziert werden.

Der Jugend gehört die (Um-)Welt: Seit 1998 tourt ein Naturbus durch das Emirat Abu Dhabi. Eine Umwelt-Agentur fördert das Umweltbewusstsein des Emirats durch gezielte Ausbildung. Zielgruppe sind Schüler, Lehrer und Frauengruppen. Das Land in den Vereinigten Arabischen Emiraten ist Sieger in der Kategorie "Jugend".

Der Sonderpreis: Auch Jägers Lieblingsprojekt

Eine Idee aus der Schweiz ist nicht nur Andreas Jägers "Lieblingsprojekt unter den vielen spannenden", sondern auch Gewinner des "Sonderpreises": Es ist eine neue Methode zur solaren Wasserdesinfektion. Verschmutztes Wasser wird in farblose, durchsichtige Plastikflaschen gefüllt und sechs Stunden lang der Sonne ausgesetzt. UV-Strahlung und erhöhte Temperatur töten krankheitserregende Bakterien ab. In Regionen, wo sauberes Trinkwasser ein Fremdwort ist - ein unbezahlbares Projekt. Kenia, Südafrika etc. wenden die Methode seit 2001 an.

Der "Energy Globe Award" - eine österreichische Erfindung

Idee und Umsetzung des "Energy Globe Award" stammen vom Erfinder der Energiesparmesse und des Weltenergiespartags, dem Oberösterreicher Ing. Wolfgang Neumann. Die Globe-Verleihung findet am 27. April 2005 im Rahmen der Expo 2005, der Weltausstellung, in Japan statt.

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