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Heike Makatsch im ORF-Doppel: Von der Erbschaftsschwindlerin zur Zerrissenen der Liebe

Premieren für Komödie "Familie auf Bestellung" und Liebesdrama "Obsession"

Wien (OTS) - Heike Makatsch, Superstar: Selten hat jemand in so vielen Bereichen so schnell und erfolgreich Karriere gemacht wie die gebürtige Düsseldorferin mit den bezaubernd-blauen Kulleraugen und dem redegewandten Kussmund. Die heute 33-Jährige hat es - nach wenigen Jahren als Moderatorin und deutsches Vorzeige-Girlie u. a. bei Viva und Bravo-TV - seit ihrem Schauspieldebüt in Detlev Bucks Liebeskomödie "Männerpension" (1995) auch ohne Schauspielausbildung in Rekordzeit zu einer beeindruckenden Karriere als ernst zu nehmende Charakterdarstellerin geschafft. Nach nicht einmal zehn Jahren am Filmset und zahlreichen, zum teil preisgekrönten deutschsprachigen Filmproduktionen wie u. a. die Doris-Dörrie-Streifen "Bin ich schön" und "Nackt", die Ingrid-Noll-Verfilmung "Die Häupter meiner Lieben", die Kurt-Tucholsky-Adaption "Gripsholm", Dieter Wedels Polit-Mehrteiler "Die Affäre Semmeling", "Anatomie 2" des österreichischen Regisseurs Stefan Ruzowitzky oder das zweiteilige Bergwerksdrama "Das Wunder von Lengede" zählt Heike Makatsch schon längst zu den gefragtesten deutschen Schauspielerinnen überhaupt. Auch auf dem internationalen Filmparkett hat sich die ausdrucksstarke und musikalische Künstlerin, die rund sieben Jahre in London verbrachte, schon erfolgreich bewährt. So war sie 2003 u. a. an der Seite von Alan Rickman und Emma Thompson in der britischen Weihnachtskomödie "Tatsächlich ... Liebe" im Kino zu sehen. Im ORF spielt Heike Makatsch demnächst ein abwechslungsreiches, aber vor allem unterhaltsames Doppel: Am Donnerstag, dem 25. November 2004, feiert sie in der Liebeskomödie "Familie auf Bestellung" um 20.15 Uhr in ORF 1 ihre ORF-Premiere als allein erziehende Mutter, die sich aus Geldnöten auf einen verhängnisvollen Erbschaftsschwindel einlässt. "Obsession" heißt die poetische Menage à trois, in der Makatsch am Samstag, dem 27. November, um 22.40 Uhr in ORF 2 eine Musikerin spielt, die zwei Männer liebt.

"Familie auf Bestellung" - Comedy ohne Schenkelklopfen

Als allein erziehende Mutter in Geldnöten lässt sich Heike Makatsch in der turbulenten ORF/SAT.1-Komödie auf ein gewagtes Spiel ein: Von einem Arbeitskollegen, dem eine große Erbschaft ins Haus steht, sofern er Frau und Kind(er) vorweisen kann, lässt die Werbeassistentin Eva sich zu einem ausgefeilten Familienschwindel überreden. Doch die "Familie auf Bestellung", die erst durch Evas Sohn Jonathan (Thaddäus Reich) perfekt scheint, bleibt nicht lange unentdeckt. Und die beiden trickreichen Schwindler Eva und Alex (Patrick Rapold) sind einander bald auch nicht mehr ganz gleichgültig. Als eine der charmantesten Storys, die sie bisher je gedreht habe, bezeichnet Hauptdarstellerin Heike Makatsch die amüsante Liebesgeschichte, die nach einem Drehbuch von Elfriede Hammerl im Winter 2003 entstand. Die Filmgeschichte sei sehr witzig, habe gute Dialoge und einen guten Rhythmus, aber vor allem seien die Figuren "sehr realitätsnah und vermitteln trotzdem eine Comedy, die nicht aufs Schenkelklopfen abzielt, das gefällt mir sehr gut".
An der Seite von Heike Makatsch und "Schlosshotel Orth"-Beau Patrick Rapold (derzeit in der neuen Staffel der Hotelserie im ORF zu sehen) sowie Jungdarsteller Thaddäus Reich standen für "Familie auf Bestellung" weiters Karl Markovics als skrupelloser Erbschaftskonkurrent (dreht derzeit für den ORF die Barbara-Frischmuth-Verfilmung "Die Schrift des Freundes) sowie u. a. Nicholas Ofczarek, Joachim Bissmeier, Fritz Hammel, Libgart Schwarz, Sophie Rois (filmte zuletzt für den ORF für "Die Patriarchin") und Beatrice Frey (am 12. Dezember im neuesten "Trautmann - 71 Tage") vor der Kamera. Regie führte der Schweizer Urs Egger, der zuvor für den ORF u. a. die zweiteilige Henning-Mankell-Verfilmung "Die Rückkehr des Tanzlehrers" oder die Josef-Haslinger-Verfilmung "Opernball" in Szene gesetzt hatte.

"Obsession" - Tragische Dreiecksbeziehung mit zwei Männern, inklusive Soundtrack

Ein weiterer Film mit Heike Makatsch ist der 1996 gedrehte Kinofilm "Obsession" von Peter Sehr - eine melancholische Menage à trois zwischen Hoffnung und Sehnsucht, Tragik und Glück, Leidenschaft und Liebe. Der deutsche Filmstar spielt darin eine begabte Musikerin zwischen zwei sehr unterschiedlichen Männern - alle drei auf der abenteuerlichen Suche nach der richtigen Liebesbeziehung, sich selbst und der Lösung eines mysteriösen Familienrätsels. "Es geht darum, Filme zu drehen, die in den Köpfen der Menschen etwas bewegen", meinte Heike Makatsch einst in einem Interview, was sicher auch auf diese Arbeit zutreffen könnte. Die beiden Männer an Makatschs Seite sind der Franzose Charles Berling und der Brite Daniel Craig, mit dem Makatsch später auch längere Zeit liiert war. Aber nicht nur auf der Leinwand bzw. am Bildschirm kann man bei "Obsession" die künstlerischen Fähigkeiten von Heike Makatsch bewundern. Gemeinsam mit Bela B. von der deutschen Punkrock-Band Die Ärzte singt das smarte Energiebündel auch auf dem Filmsoundtrack. Inszeniert wurde "Obsession" - eine deutsch-französisch-österreichische Koproduktion mit ORF-Beteiligung - von Peter Sehr, der bisher u. a. das Schicksal des "Kaspar Hauser" verfilmte. Sehr zeichnet - gemeinsam mit Marie Noelle - auch für das Drehbuch verantwortlich.

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