PARLAMENT: TAG DER KINDERRECHTE - KINDER FRAGEN, POLITIKER ANTWORTEN Kinder wollen Eltern, die da sind, wenn sie sie brauchen

Wien (PK) - Die Großveranstaltung mit mehr als 200 Kindern, die heute aus Anlass des kürzlich begangenen Welttages für Kinderrechte unter dem Titel "Rein ins Parlament" stattfand, gipfelte am Nachmittag in einem "Runden Tisch" im
Nationalratssaal, an dem die jungen Leute mit Nationalratsabgeordneten und Kinderrechtsexperten unter der
Leitung von Josef Broukal diskutierten. Mit Broukal nahmen die Abgeordneten Sabine Mandak und Mag. Elisabeth Grossmann sowie
Mag. Daniela Pruner von den Kinderfreunden und der Wiener Kinder-und Jugendanwalt Dr. Anton Schmid am Podium Platz.

In dem an eine "Fragestunde" erinnernden Frage-Antwort-Spiel zwischen den Kindern und Jugendlichen, die die Plätze der Abgeordneten einnahmen, entwickelte sich eine lebhafte Diskussion mit den PolitikerInnen und ExpertInnen. Broukal, Grossmann und Mandak gaben immer wieder Auskunft, was Kinder tun können, wenn Erwachsene Kinderrechte nicht respektieren oder Kinder schlagen,
sie informierten über unterschiedliche Jugendschutzbestimmungen
in den Bundesländern und über die Regelungen des Mindestwahlalters.

Daniela Pruner und Anton Schmid rieten den jungen Menschen, in Problemfällen Rat bei Freunden, Eltern, Lehrern oder Erwachsenen ihres Vertrauens zu suchen und keine Scheu zu haben, sich an eine der guten Organisationen zu wenden, die in Österreich für den Schutz von Kindern und Jugendlichen zur Verfügung stehen: etwa an die Jugendanwaltschaften in den Bundesländern, die ORF-Help-Line "Rat auf Draht" oder an ein Kinderschutzzentrum. Bei Themen wie "Taschengeld" und "Ausgehen am Abend" erhielten die Jugendlichen
den Rat, mit den Eltern geschickt zu verhandeln und ihnen zu beweisen, dass sie reif genug seien, mehr Verantwortung für sich selbst zu übernehmen.

Auch wenn Politiker wie Kinderrechtsexperten ihren jungen Gesprächspartnern sagen konnten, dass es Kindern in Österreich gut, jedenfalls wesentlich besser gehe als vielen Kindern
anderswo auf der Welt, dass es hierzulande mehr um Mitsprache und nur noch in seltenen Fällen um genügend Essen, Kleidung oder das Recht gehe, eine Schule zu besuchen, zeigten die aufgeworfenen Fragen doch, dass Kinder auch in Österreich ernste Sorgen haben:
Wegen Erwachsener, die in Sachen Drogen, Alkohol- und Nikotinmissbrauch offenbar keine Vorbilder für die Kinder sind, weil Eltern oft "nicht da sind", wenn ihre Kinder sie brauchen,
und auch wegen des zunehmenden Unterschieds, den es ausmacht, ob
ein Kind in einer wohlhabenden oder in einer armen Familie aufwächst. (Schluss)

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