Alternative und Grüne GewerkschafterInnen: "Autoritäre Wende ohne Ende!"

Wien (OTS) - Nach AK und ÖH startet ÖVP nun mit Neuauflage der Arbeitszeitdebatte Frontalangriff auf Gewerkschaften: "ÖVP ist arbeitnehmerInnenfeindliche Partei schlechthin."

"Es herrscht Alarmstufe Rot!" Dringenden Handlungsbedarf bei ÖGB und der rot-grünen Opposition ortet Klaudia Paiha, Bundessprecherin der Alternativen und Grünen GewerkschafterInnen (AUGE/UG) angesichts der ÖVP/FPÖ Pläne, Arbeitszeitregelungen auf die betriebliche Ebene zu verlagern.

"Nach AK und ÖH ist jetzt der ÖGB dran. In ihrer autoritären Wendestimmung machen die Koalitionsparteien nun wieder gegen die Gewerkschaften mobil. Arbeitszeitregelungen sollen nicht mehr kollektiv ausverhandelt, sondern auf die Betriebe heruntergebrochen werden - dort wo es deutlich schwieriger ist, Gegenmacht gegen Unternehmerinteressen zu organisieren," kritisiert Paiha die Regierungspläne.

Zusätzlich verschärft wird die Auseinandersetzung um künftige Arbeitszeiten durch die neue EU-Arbeitszeitrichtlinie: "Es gibt innerhalb der EU ganz massive Bestrebungen die wöchentliche Normalarbeitszeit auf 65 Stunden, mit einem Durchrechnungszeitraum von 12 Monaten zu erhöhen. Nachdem im ÖVP/FPÖ Regierungsprogramm eine Anpassung des österreichischen Arbeitszeitgesetzes im Sinne der EU-Arbeitszeitrichtlinie geplant ist, würde das bedeuten, dass künftig Überstunden erst ab der 66. Stunde anfallen würden. Damit ist einer exzessiven Ausdehnung von wöchentlichen und täglichen Arbeitszeiten, wie sie seitens der Industrie und der Wirtschaftskammer regelmäßig gefordert werden, Tür und Tor geöffnet," warnt Paiha. "Da ist es natürlich dringend notwendig, die Gewerkschaften zu entmachten und kollektive Gestaltungsmöglichkeiten einzudämmen, weil sich auf betrieblicher Ebene derartige Maßnahmen leichter durchsetzen lassen - auf Kosten von Einkommen, Gesundheit, Arbeitsplätzen und Lebensqualität der ArbeitnehmerInnen," so Paiha weiter. "Jedenfalls zeigt die ÖVP wieder einmal offensichtlich, dass sie die arbeitnehmerInnenfeindliche Partei schlechthin ist. Jetzt gilt es dringend, breiten Widerstand aufzubauen und endlich in die Offensive zu gehen - sowohl seitens der Gewerkschaften, als auch der Opposition," schließt Paiha.

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Klaudia Paiha, Tel.: 0664/614 50 14
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