Hayek Institut: International renommierte Experten warnen vor Steuerharmonisierung

Mit international renommierten Wissenschafter und Wirtschaftstreibenden besetzte Konferenz: Wettbewerb der Steuerstandorte dringend notwendig für Wachstum und Wohlstand

Wien (OTS) - Vergangene Woche veranstaltete das Hayek Institut die vierte Konferenz der Reihe "Austrian Economics Today" unter dem Titel "International Tax Competition: Raze (Drop) to Bottom or Raze to Growth?". Die Referenten waren international renommierte Wissenschafter und Wirtschaftstreibende; unter ihnen Victoria Curzon-Price, Präsidentin der Mont Pelerin Society und Jean-Philippe Delsol, der als Steuerberater und Anwalt in Paris und Brüssel arbeitet und zahlreiche wissenschaftliche Publikationen zur Frage der Steuern- und Abgabensysteme herausgegeben hat.

Wettbewerb ist notwendig. Er schafft das, was die EU-Kommission nicht schafft.

Curzon-Price argumentierte stark gegen Harmonisierungstendenzen im Steuerbereich. Harmonisierung führe zu Stagnation. Wettbewerb hingegen sei nur möglich, wenn Systeme nicht harmonisiert würden, so Curzon-Prize. Das Argument, dass harmonisierte Steuersysteme effizienter wären, sei kurzsichtig, weil auf lange Sicht nur Wettbewerb - und nicht Stagnation - zu Effizienzsteigerung und Wachstum führen könne.

Delsol illustrierte anhand von Statistiken, dass innerhalb der OECD jene Länder das höchste Wirtschaftswachstum hätten, deren Steuerquote unter dem OECD-Durchschnitt sei. "Was die EU-Kommission nicht schafft, nämlich europaweit Wachstum und Wohlstand zu gewährleisten, das schafft der Wettbewerb", so Delsol.

Europäische Steuerharmonisierung wäre große Gefahr für Euro!

Victoria Curzon-Price: "Eine europäische Steuerharmonisierung wäre eine große Gefahr für den Euro, weil dann nicht mehr durch nationale Steuergesetzgebung Korrekturen in der Wirtschaftsentwicklung der Eurozone vorgenommen werden könnten."

Hayek Institut: Steuerreform war nur ein erster Schritt, weitere Maßnahmen müssen folgen!

Barbara Lamprechter, Generalsekretärin des Hayek Instituts: "Wir haben mit dieser Konferenz nicht nur gezeigt, dass Steuerwettbewerb für Wohlstand in Europa besser ist als Steuerharmonisierung. Wir haben auch gezeigt, dass sich Österreich als Land in Mitteleuropa, das von der Erweiterung stark betroffen ist, in diesem Steuerwettbewerb ganz besonders bewähren muss. Für Österreich kann die letzte Steuerreform nur ein erster Schritt gewesen sein. Weitere Maßnahmen in Richtung Senkung der Steuer- und Abgabenquote, Deregulierung und Privatisierung sowie Korrekturen in den Staatsaufgaben müssen folgen, um Bürger und Unternehmen zu entlasten und das Steueraufkommen effizienter einzusetzen."

"Friedrich August von Hayek hat gesagt, dass komplexe Gesellschaften besser organisiert werden können, wenn es viele Akteure gibt nicht, wenn es nur einen gibt. Das gilt auch für die europäischen Steuersysteme", so Lamprechter abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Hayek-Institut
Tel.: +43 664 3410579
e-Mail: office@hayek-institut.at
www.hayek-institut.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NPI0003