Grünalternative Jugend Wien: Graffiti sind Kunstform - kein Sicherheitsproblem

ÖVP Wien vertritt Kunstauffassung aus dem 19. Jhdt.

Wien (Grüne) - Gemeinderat Wolfgang Ulm will gegen den "Graffiti -Vandalismus" vorgehen. Er fordert verschärfte Überwachung, eine Stadtpolizei und Öffentlichkeitskampagne zur Bewusstseinsbildung. "Das ist bezeichnend für das Kunstverständnis oder eben Unverständnis der Volkspartei. Alles was nicht 100 Jahre alt ist, ist keine Kunst", kritisiert die Grünalternative Jugend Wien.

Dass Graffiti Ausdruck eines jungen, kreativen Potentials sind - auf die Idee kommt die ÖVP Wien gar nicht. "Die Gleichsetzung von Graffiti und Vandalismus ist bezeichnend für das Unvermögen der Konservativen, Jugendkultur zu begreifen. Wenn jemand Jugendkultur nicht begreift, müsste sie/er wenigstens so weit sein, ihr ihren Platz zu lassen."

Konsequent der perfiden Vandalismus - Argumentation folgend sieht Ulm durch Graffiti Angsträume entstehen. "Die Einzigen die Angst haben, sind die ÖVP - PolitikerInnen, die mit ihrem Kunstverständnis noch nicht einmal im 20 Jhdt. Angekommen sind", so die GAJ Wien. "Wir fordern nicht, dass die ÖVP diese Kunstform versteht. Wir fordern, dass sie ihr ihren Platz lässt."

Was die ÖVP fordert ist die Kriminalisierung von Jugendlichen, die ihre Kunst leben. Das ist der Wunsch nach einem repressiven Vorgehen gegen alles was diesem überkommenen Kulturverständnis fremd ist. Die GAJ Wien fordert die ÖVP Wien auf, ihre Haltungen zu überdenken: "Wir fordern auch nicht, dass Blasmusik-Kapellen verboten werden sollen, weil sie so viel Lärm verursachen."

"Vielleicht betrachtet die ÖVP Wien aber Graffiti auch ganz einfach als Form des Widerstands gegen ihre Politikauffassung. Denn über die bedenklich steigende Anzahl von rassistischen Schmierereien ("Kill Niggers", u. ä.), die tatsächlich Angsträume erzeugen, hat sich die Volkspartei nicht aufgeregt."

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