- 22.11.2004, 10:20:44
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Deutsche Fachjournalisten-Schule nimmt Lehrbetrieb auf
Berlin (ots) -
Nach mehr als zweijähriger Vorbereitungsphase nimmt die im März
2004 gegründete Deutsche Fachjournalisten-Schule ihren Lehrbetrieb
auf.
Mittels einjährigem, berufsbegleitendem Fernstudium bildet sie
bundesweit Personen mit abgeschlossenem Studium oder mit
abgeschlossener Berufsausbildung zu Fachjournalisten weiter. Mit
ihrem innovativen Ausbildungskonzept orientiert sie sich an der
Qualifikationsnachfrage der Fachmedien, die sich grundlegend von der
der Publikumsmedien unterscheidet.
Reaktion auf strukturelle Veränderungen im Qualifikationsbedarf:
Mit der Initiierung der Deutschen Fachjournalistenschule reagiert der
Deutsche Fachjournalisten-Verband e. V. auf strukturelle
Veränderungen im Qualifikationsbedarf auf dem Arbeitsmarkt für
Journalisten: In einer umfassenden Studie hat der Verband
Medienunternehmen und Journalisten befragt und empirische
Arbeitsmarktdaten ermittelt, die die herkömmliche
Journalistenausbildung fragwürdig erscheinen lassen (Stand: Januar
2004):
48 % aller berufstätigen Journalistinnen und Journalisten arbeiten
als feste oder freie Mitarbeiter für Fachmedien. Im Rahmen der
Entwicklung zur Wissensgesellschaft ist mit einer steigenden Tendenz
zu rechnen (ca. + 1,2 %-Punkte p. a.). Die Publikumsmedien werden
dagegen weiterhin Arbeitsplätze abbauen.
79 % der befragten Fachmedien halten eine fachliche Erstausbildung
in einem Themenfeld (z. B. Wirtschaft, Technik, Politik, Medizin,
Naturwissenschaften) mit anschließender journalistischer
Qualifizierung (Journalistenschule, Volontariat) für den besten
Qualifikationszugang zu den Fachmedien. Nur 4 % bevorzugen
Absolventen, die ausschließlich ein Hochschulstudium der
Journalistik, Publizistik oder Medien- bzw.
Kommunikationswissenschaften absolviert haben.
74 % der befragten Fachmedien sehen die bestehenden Angebote zur
Journalistenausbildung für ihren Bedarf als "nicht geeignet".
In Zusammenarbeit mit Chefredakteuren von Fachmedien, renommierten
Universitätsprofessoren und erfolgreichen Fachjournalisten hat die
Deutsche Fachjournalisten-Schule ein neues Ausbildungskonzept
ausgearbeitet, das folgende Ziele verfolgte:
- Orientierung an der Nachfrage seitens der Fachmedien,
- Öffnung der Ausbildung für berufstätige Fachjournalistinnen und
Fachjournalisten,
- kompakte, komprimierte Ausbildung,
- breites inhaltliches Angebot mit der Möglichkeit, Schwerpunkte
im Rahmen von Wahlmodulen selbst zu setzen,
- besondere Betonung gesellschaftlicher, ethischer und
disziplinärer Fragestellungen innerhalb des JournalismusDas Curriculum ist matrixartig aufgebaut: es besteht aus drei
Kompetenz- und drei Tätigkeitsfeldern. Die Kompetenzfelder sind
handwerkliches Praxiswissen, disziplinäres Wissen und die
philosophische Selbstreflexion. Diese stehen quer zu den drei
Berufsfeldern Journalismus, Medien und Öffentlichkeitsarbeit.
Als Lehr-/Lern-Arrangement hat sich der größte Berufsverband der
Fach- und Wissenschaftsjournalisten für das Fernstudium entschieden,
da es drei entscheidende Vorzüge hat: Erstens ermöglicht es eine
berufsbegleitende Ausbildung bei hoher zeitlicher und örtlicher
Flexibilität. Viele Fachjournalisten sind bereits nach sogar während
der fachlichen Erstausbildung berufstätig. Das Fernstudium ermöglicht
eine fundierte journalistische Weiterbildung, ohne eine berufliche
Pause einlegen zu müssen oder die reine Ausbildungszeit unnötig zu
verlängern. Dies ist gerade im Hinblick auf die angespannte
Arbeitsmarktsituation sehr zu begrüßen. Der zweite Vorzug des
Fernstudiums ist die Einübung von Kompetenzen im Umgang mit Texten
und persönlicher Arbeitstechnik, die für die journalistische
Betätigung von hoher Bedeutung ist. Drittens übt der Teilnehmer das
selbstregulierte Lernen und schafft so die Voraussetzungen für das
künftig so wichtige lebenslange Lernen.
Rückfragehinweis:
Deutsche Fachjournalisten-Schule Friedrichstraße 95 10117 Berlin Tel. 01805 / 335883 Internet: www.fachjournalistenschule.de
OTS0066 2004-11-22/10:20
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