Erfolgreiches erstes Jahr für WIFI Sporthilfe-Akademie

Vom Spitzensportler zum Spitzenmanager

Wien (PWK838) - Die WIFI Sporthilfe-Akademie, die 2003 gegründet wurde, hat sich zum Ziel gesetzt, Spitzensportler bereits während ihrer Sportkarriere zu begleiten und sie auf den erfolgreichen Umstieg ins Berufsleben vorzubereiten. Nach rund einem Jahr kann eine erste Erfolgsbilanz gezogen werden: "85 renommierte Sportler haben das Angebot der WIFI Sporthilfe-Akdademie bereits genutzt", berichtet der Institutsleiter des WIFI Österreich, Michael Landertshammer. "Spitzensportler sind den permanenten Wettbewerb und täglichen Herausforderungen im Leistungsbereich gewohnt. Sie sind für herausragende Leistungen auch im täglichen wirtschaftlichen Wettbewerb prädestiniert - und wie man sieht auch daran interessiert."

"Nicht jeder Spitzensportler ist auch ein Spitzenverdiener": Der Slogan der Österreichischen Sporthilfe trifft den Nagel auf den Kopf. Nicht alle Spitzensportler verdienen durch ihren Sport wirklich gut, und viele ehemalige Sportler haben es beim Einstieg in den Beruf nicht leicht. Das ist mit ein Grund, warum das WIFI Österreich gemeinsam mit der Österreichischen Sporthilfe die "WIFI Sporthilfe-Akademie" ins Leben gerufen hat.

85 Sportler und Sportlerinnen haben bislang eine Potentialanalyse durchgeführt, 25 Sportler besuchen bereits weiterführende Ausbildungsangebote. Für diese Sportler stellt das WIFI Ausbildungen im Wert von durchschnittlich Euro 2.000,- zur Verfügung.
"Der Effekt der Sportakademie ist ein Dreifacher", resümiert Benny Wendt, Projektleiter der WIFI Sporthilfe-Akademie und selbst ehemaliger Spitzensportler (Fecht-Europameister): "Zum einen stehen die Sportler nach der Karriere nicht mit leeren Händen da und müssen während ihrer aktiven Zeit keine Existenzängste haben. Darüber hinaus ist eine intellektuelle Reizsetzung für WeltklasseathletInnen ein enorm wichtiger Trainingsausgleich und komplettiert ihr Auftreten bei Wettkämpfen und gesellschaftlichen Ereignissen."

Die WIFI Sporthilfe-Akademie ist in ihrem Angebot und in ihrer Struktur flexibel auf die Bedürfnisse und Zeitpläne von Spitzensportlern ausgerichtet. Zudem stellt sie eine ideale Kontaktplattform zur österreichischen Wirtschaft und deren Repräsentanten dar. "Die WIFIs mit ihren 80 Standorten österreichweit und einem Angebot von mehr als 25.000 Kursen jährlich, decken die gesamte Palette der beruflichen Weiterbildung ab. Vom Handwerk bis zum gehobenen Management und Fachhochschulen", erklärt Landertshammer.

Der Sport hat in Österreich eine überdurchschnittliche hohe wirtschaftliche Bedeutung. Experten des Industriewissenschaftlichen Institutes haben 2003 errechnet, dass Sport und Sportindustrie jährlich für eine Wertschöpfung von nahezu 6 Milliarden Euro sorgen und etwa 100.000 Arbeitsplätze nachhaltig sichern. Diese Wertschöpfung entspricht in etwa 3 Prozent des Bruttoinlandsproduktes.

Die Sportwirtschaft ist zudem eine äußerst innovative Branche. Ehemalige Schiproduzenten sind heute High-Tech-Entwickler für die Automobil-, Flugzeug-, Weltraum- und Textilindustrie. Zudem ist Österreich im Sporttourismus das Top-Land. Im Sportimage - Vielfalt der Sportmöglichkeiten - liegt Österreich weltweit in Führung vor den USA und Spanien. Die Sport- und Tourismusindustrie benötigt qualifizierte Fachleute und Manager. Ideal ist es, wenn sie selbst aus dem Spitzensport kommen.

So funktioniert die WIFI Sporthilfe-Akademie:
Das Angebot umfasst 4 Phasen: In der ersten Phase geht es im Rahmen einer umfassenden Potentialanalyse um eine Standortbestimmung: Wo liegen Interessen, Talente und Begabungen, welche beruflichen Berührungspunkte gibt es zur konkreten Sportart, die der Teilnehmer betreibt, in welchen Zeiträumen soll eine Ausbildung abgeschlossen werden, wie ist die persönliche Lebensplanung des einzelnen Sportlers strukturiert. "Gerade eine fundierte Standortbestimmung ist wichtig. Je exakter man weiß, was man will, wie man seine Begabungen am effizientesten einsetzen kann, umso erfolgreicher und rascher wird die spätere berufliche Karriere verlaufen", so Landertshammer.

In der Phase 2 wird ein mittelfristiger Bildungsplan erstellt, der auf zwei bis drei Jahre ausgerichtet ist. Während dieser Zeit können die Sportler alle österreichweiten WIFI-Ausbildungsangebote in Anspruch nehmen, auch via eLearning, um ihre Zeitressourcen besser einzuteilen.

Die Phase 3 - überlappend mit Phase 2 - integriert ein Karrieregespräch mit speziell ausgebildeten Coaches des Beratungsunternehmens Arthur Hunt. In den Karrieregesprächen werden konkrete Karriereziele und Berufswünsche besprochen, Leitfäden erstellt und eventuell auftauchende Probleme besprochen.

Die Phase 4 schließlich stellt die konkrete Vermittlung von Jobangeboten dar. Schließlich gibt es österreichweit mehr als 40.000 Unternehmen mit direktem Sportbezug: von Sportveranstaltern bis zum Sporthandel und der Industrie. (Ne)

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