ORF-Premiere für Phillippa Galli in Schwarzenbergers "Meine schöne Tochter"

Moderne "Rigoletto"-Adaption mit Erwin Steinhauer am 24. November in ORF 2

Wien (OTS) - "Rigoletto" - ganz modern: In Anlehnung an eine ihrer Lieblingsopern, an Verdis berühmte Familientragödie, entstand der jüngste Film von Ulli und Xaver Schwarzenberger: Die ORF/NDR-Koproduktion "Meine schöne Tochter" erzählt - ebenso wie die Oper - die berührende Geschichte eines Vaters, der seine Tochter um jeden Preis beschützen will und letztendlich daran scheitert. Die schöne Tochter ist Gilda, das Allerliebste im Leben des Heurigensängers Charli Weiz. Die 17-Jährige leidet jedoch seit dem selbst verschuldeten Unfalltod ihrer Mutter an einer Krankheit namens Frozen Development. Die Entwicklungsstörung hat verursacht, dass sich Gildas Körper weiterentwickelt hat, ihr Geist jedoch seit dem neunten Lebensjahr nicht. Charli schottet seine Tochter seither von der Außenwelt ab - mit fatalen Folgen. Denn als Gilda sich verliebt, nimmt eine dramatische Entwicklung ihren Lauf. Für die Titelrolle entdeckte Regisseur Xaver Schwarzenberger ein neues junges Talent, die 19-Jährige Phillippa Galli. "Ein Glücksgriff, ein kolossales Naturtalent", wie Filmvater Erwin Steinhauer seine junge Partnerin beschreibt. Ebenso wie Steinhauer und die Schwarzenbergers zeigen sich auch die anderen Filmkollegen wie Marianne Mendt, Julia Stemberger und Lotte Tobisch von der bezaubernden Pippa begeistert, die so viel Lob erst verdauen muss. Aber eines ist klar: Für ihr großes Filmdebüt konnte der jungen Wienerin, die bereits eine abgeschlossene Schauspielausbildung hat, nichts Besseres passieren:
"Diese Arbeit mit diesem Team war ein großes Geschenk für mich. Ich bin sehr dankbar dafür." Ab heute, Montag, dem 22. November 2004, ist Galli als eine von Tschechows "Drei Schwestern" auf der Bühne der Wiener Drachengasse zu sehen, am Mittwoch, dem 24. November, kann sich das ORF-Publikum um 20.15 Uhr in ORF 2 selbst einen Eindruck über das gelungene Filmdebüt verschaffen.

Die Leichtigkeit, eine Neunjährige zu spielen

An die Dreharbeiten im Frühling dieses Jahres erinnert sich Phillippa Galli sehr gerne zurück: "Der Dreh war ein einziges Erlebnis für mich. Es lief alles so harmonisch, so ruhig und konzentriert ab, als ob ich schon jahrelang mit diesem Team arbeiten würde. Xaver Schwarzenberger versteht es sehr gut, Leute zu führen, und ich hatte immer das Gefühl geschätzt zu werden." Zu Filmpapa Erwin Steinhauer, der mit Pippas eigenem Vater Thomas - ebenfalls Schauspieler - einst studiert hatte, hat sich seither auch privat ein sehr freundschaftliches und inniges Verhältnis aufgebaut. "Er ist ein unheimlich großartiger Schauspieler. Seine Leichtigkeit hat sich einfach auf mich übertragen."
Wie es war, als fast 20-Jährige ein neunjähriges Kind zu spielen? "Ich habe einfach beobachtet, wie Kinder in diesem Alter sind und auch versucht, mich zu erinnern und in Gesprächen herauszufinden, wie ich selbst damals war. Dabei ist mir aufgefallen, dass es ihnen sehr wichtig ist, erwachsener zu wirken, und deshalb tun sie auch so, als ob sie bereits groß seien. Daher war es nicht so schwierig das zu spielen. Ich musste nur aufpassen, nicht zu übertreiben." Auch der Charakter der Filmtochter kam Phillippa Galli in gewisser Hinsicht entgegen: "Ich konnte sehr leicht einen Bezug zur Figur finden, weil das - so wie ich auch - ein sehr fröhliches, aufgeschlossenes Mädchen ist und auch einen guten Bezug zum Vater hat. Es gibt da einige Parallelen."

"Es gibt solche Fälle"

Filmpapa Erwin Steinhauer, der schon in zahlreichen Arbeiten von Ulli und Xaver Schwarzenberger mitgewirkt hat, kann für die jüngste Zusammenarbeit mit dem erfolgreichen Filmemacherduo, diesmal im ernsten Fach, nur die besten Worte finden: "Dieser Film zeigt einmal mehr, dass Xaver der richtige Mann ist, um die Bücher seiner Frau zu verfilmen. Sie sind eins, weil sie gleich atmen, gleich lieben und gleich denken. Das merkt man besonders an diesem Film." Für das Thema an sich stimmte sich Steinhauer direkt mit Verdis Oper "Rigoletto" ein. Mit der Filmadaption hinsichtlich der Krankheit Frozen Development konnte er selbst auch persönlich sehr viel anfangen. "Ich habe einen Freund vom Theater, der eine mittlerweile 40-jährige Schwester hat, die im Alter von 14 Jahren geistig stehen geblieben ist. Es gibt solche Fälle sehr wohl."

An der Seite von Phillippa Galli als "Meine schöne Tochter" und Erwin Steinhauer als deren Vater (im ORF auch am 12. Dezember in einem neuen "Trautmann"-Krimi), der hier erstmals in einem Film als Sänger und Musiker auftritt, standen in weiteren Hauptrollen Marianne Mendt als Heurigenwirtin und Charlis Chefin Gretl, Julia Stemberger als Haushälterin Anna sowie Lotte Tobisch als Gildas Großmutter Senta vor der Kamera. In weiteren Rollen spielen u. a. Leander Lichti, Petra Morzé, Dorothea Parton, Nora Heschl und Erwin Steinhauers Sohn Matthias Stein.

Die Dreharbeiten zu "Meine schöne Tochter" - eine Koproduktion von ORF und NDR, hergestellt von der MR Film Gruppe - fanden an Schauplätzen in Wien und Umgebung sowie in Grado statt.

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