GROSSRUCK: "MEHR STELLENWERT FÜR ARCHITEKTUR"

ÖVP-Bautensprecher nennt Schwerpunkte für bessere Positionierung der österreichischen Architektur

Wien, 21. November 2004 (ÖVP-PK) "Mehr Stellenwert für die Architektur" ist das Ergebnis einer parlamentarischen Enquete zum Thema Architektur, die im Frühsommer diesen Jahres im Parlament in Wien abgehalten wurde. Das Ergebnis dieser Enquete wird nach Fertigstellung des Berichts auch im Nationalrat eingehend diskutiert werden. Aber es haben sich, so der ÖVP-Bautensprecher Abg. Wolfgang Großruck heute, Sonntag, einige Schwerpunkte heraus kristallisiert, die den Stellenwert der Österreichischen Architektur national, aber auch international positionieren: ****

- Architektur ist Österreichischer Kulturexport. Überall auf der Welt kann man Spuren Österreichischer Architekten und Architektur sehen. Ob in Ostasien, im fernen China, in Europa oder auch in den USA, wo beispielsweise das Österreichische Kulturinstitut, geplant und entworfen von Architekt Abraham, in die Liste der 30 sehenswertesten Gebäude von New York aufgenommen wurde. Die Österreichische Architektur hat international einen sehr guten Ruf, betonte Großruck.

- Förderung junger Architekten: Durch ein besonderes Förderungsprogramm sollten sich gerade junge Architekten entwickeln und positionieren können. Dies könnte entweder über Wettbewerbe erfolgen, wo gezielt junge Architekten eingeladen werden und die Möglichkeit haben, ihre Entwürfe und Planungen zu präsentieren. Dies könnte aber auch durch ein eigenes Jungarchitekten-Förderprogramm über Bund, Länder und Gemeinden erfolgen.

- Stärkere Einbindung von Architekten im öffentlichen, aber auch

privaten Bau: Es ist schon oft widerlegt worden, dass Beauftragung von Architekten, sowohl bei privaten als auch von öffentlichen Bauten, die Baukosten verteuern würden - das Gegenteil ist oftmals der Fall, nämlich, dass durch entsprechende Planung und gutes Baumanagement Kosten sogar gesenkt werden können und oftmals auch werden.

- Wohnbauförderung sollte Anreize für Beauftragung von Architekten schaffen: Über die Wohnbauförderungsmittel, für die es ja auch im neuen Finanzausgleich keine Kürzung gibt, sollte ein Anreizsystem geschaffen werden, um auch bei Privatbauten Architekten zu beauftragen. Ein Anreizsystem, in dem es bei Beauftragung von Architekten eine höhere Pauschale gibt.

- Bewusstseinsbildung bei Entscheidungsträgern: Bei allen öffentlichen Bauten, Neubauten oder größeren Umbauten müsste es selbstverständlich sein, dass dabei Architekten eingebunden werden. Planend, beratend oder bei größeren Objekten wie Neubauten oder Sanierungen in Form von Architektenwettbewerben. Es müsste seitens der Architektenkammer, aber auch seitens der Universitäten und Hochschulen durch Seminare, Enqueten und Vorträge eine Bewusstseinsbildung bei den Entscheidungsträgern gemacht werden. Wie Großruck betonte, werde man in einem Fachausschuss der ÖVP demnächst dieses Thema unter dem Aspekt "Wohnpolitik der Zukunft" eingehend diskutieren und berechtigte Wünsche und Anregungen der Architekten auch in einem künftigem Wohnprogramm verankern.
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