Hauptverband: Elektronische Kommunikation mit den Pharmafirmen sorgt für rascheren Zugang zu neuen Medikamenten

Wien (OTS) - Rascherer Zugang zu neuen Medikamenten für die Patienten, eine deutliche Verfahrensbeschleunigung, Zeit- und Kostenersparnis für die Pharmafirmen und die Sozialversicherung sowie noch mehr Transparenz bei der Aufnahme von Heilmitteln in das neue Heilmittelverzeichnis: Das verspricht die neue ab dem kommenden Jahr mögliche papierlose Abwicklung von Anträgen der Pharmafirmen über eSV und Internet, welche am Freitag den Vertretern der Pharmawirtschaft vorgestellt wurde. Josef Probst, für den Heilmittelbereich zuständiger Geschäftsführer im Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger: "Die problematische Kostenentwicklung im Heilmittelbereich hat dazu geführt, dass gemeinsam von Politik, Pharmawirtschaft und Sozialversicherung ein umfangreiches Konsolidierungspaket geschnürt worden ist. Dieses sieht neben kurzfristig wirksamen Maßnahmen im Preisbereich und strukturellen Änderungen wie dem neuen Heilmittelverzeichnis, ein verbessertes Patientenservice durch die neue Abwicklung der Chefarztpflicht auch die Einführung einer elektronischen Antragsabwicklung für Pharmafirmen vor "
Konkret geht es dabei um rund 1000 Geschäftsfälle jährlich, wie Anträge auf Neuaufnahmen und Streichungen von Heilmitteln aus dem Heilmittelverzeichnis, Anträge auf Preiserhöhungen oder Packungsänderungen, die seitens des Hauptverbandes bearbeitet werden müssen. Probst: "Die Pharmafirmen ersparen sich dadurch enormen Papier- und Kopieraufwand und können ihre Anträge damit künftig noch rascher einbringen. Diese Tatsache nützt letztendlich auch unseren Patienten, die durch eine raschere Verfahrensabwicklung noch schneller zu neuen Medikamenten auf Kosten der Sozialversicherung kommen."
Außerdem sorgt die institutionenübergreifende elektronische Vernetzung zwischen den pharmazeutischen Firmen, der Sozialversicherung und dem Bundesministerium für Gesundheit und Frauen für mehr Transparenz und eine Entschärfung der Schnittstellenproblematik, indem neben Anträgen auf Aufnahmen in das neue Heilmittelverzeichnis die Empfehlungen der unabhängigen Heilmittel-Evaluierungs-Kommission des Hauptverbandes und der unabhängigen Heilmittel-Kommission des BMGF ebenfalls ins Internet gestellt werden. Möglich wurde die elektronische und sichere Kommunikation mit den Pharmafirmen durch einen konsequenten Ausbau der elektronischen Sozialversicherung eSV auf Basis einer signaturfähigen Bürgerkarte im Rahmen der e-government-Initiative der Bundesregierung. Schon jetzt können Versicherte mit einer signaturfähigen Bürgerkarte samt Lesegerät ihren persönlichen Versicherungsdatenauszug über Internet anfordern und herunterladen.

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