"trend": Neue Swarovski-Kristallwelt in China

Andre Heller wird in China eine zweite Kristallwelt konzipieren

Wien (OTS) - André Heller, derzeit bei Dreharbeiten in Marrakesch, wird für den Tiroler Kristallkonzern Swarovski in China eine zweite Kristallwelt konzipieren, berichtet das Wirtschaftsmagazin trend in seiner am Dienstag erscheinenden Ausgabe unter Berufung auf Firmensprecher Markus Langes Swarovski. Als mögliche Standorte gelten derzeit Shanghai, Hongkong oder Macao. "Es wird aber in China sicher keine Wattener Kristallwelt geben. Eine Kopie zu machen, wäre nicht sehr intelligent. Vielleicht werden wir uns da mit dem Begriff Glamour auseinandersetzen", kündigte André Heller an.
Die 1995 eröffneten Kristallwelten in Wattens, die von Andreas Braun gemanagt werden, entwickelten sich zur zweitmeist besuchten Touristenatttraktion Österreichs nach Schloss Schönbrunn. 34 Millionen Euro haben die Swarovskis in die Wattener Kristallwelten bislang investiert. Die von André Heller konzipierte Schau lockte bislang sechs Millionen Besucher an. Heuer werden es 750.000 sein, Jahresumsatz: 20 Millionen Euro.
"trend" enthüllt außerdem die bislang streng gehüteten, genauen Eigentumsverhältnisse aller 56 Swarovski-Gesellschafter, ihre Anteil am Unternehmen und ihre Stimmrechte in der Gesellschafterversammlung. Firmensprecher Markus Langes Swarovski hält selbst nur 0,1 Prozent des Aktienkapitals, sein Vater, Gernot Langes Swarovski kontrolliert als Hauptaktionär gemeinsam mit den Anteilen seiner Schwester Marina Giori über 33 Prozent.
Nadja Swarovski, Tochter des zweitmächtigsten Swarovski-Aktionärs Helmut Swarovski und erfolgreiche Chefin der Abteilung Internationale Kommunikation des Konzerns, kündigt im trend-Interview ihren Anspruch an, als erste Frau ins Top-Management des Swarovski-Konzerns einziehen zu wollen.
Die in London lebende Nadja Swarovski hat in den letzten Jahren Swarovski-Schmuck bei internationalen Designern und Hollywoodstars von Madonna bis Nicole Kidmann populär gemacht, und strebt jetzt die Geschäftsführung an "Es ist mein Recht. Ich habe soviel für diese Firma getan, ich habe diesen Namen in der Modeindustrie zu einer Zeit populär gemacht, als die Leute, ehrlich gesagt, nichts davon wissen wollten. Ich glaube, dies zu ändern, ist mir gelungen", sagt Nadja Swarovski.
Mögliche Konflikte mit Markus Swarovski sieht sie nicht: "Wir hätten sicher eine gute Zusammenarbeit. Markus ist für Corporate Communications und die Kristallwelt zuständig. Die Firma ist so groß und es gibt so viele Gebiete. Wir würden uns da sehr gut ergänzen." Der Swarovski-Konzern wird 2004 mit seinen 40 Vertriebsgesellschaften weltweit und 490 Shops einen Umsatz von rund 1,7 Milliarden Euro machen, derzeit sind rund 15.900 Mitarbeiter beschäftigt. Der geschätzte Unternehmenswert liegt bei zwei Milliarden Euro.

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