Our Ukraine sagt, breite, ukrainische Koalition unterstützt Yushchenko für Präsidentschaft

Kyiv, Ukraine, November 21 (ots/PRNewswire) - Der Führer der demokratischen Opposition der Ukraine, Viktor Yushchenko, geht laut Umfrageergebnissen mit acht Punkten Vorsprung und mit der Unterstützung einer breiten Koalition von politischen Kräften, Berühmtheiten und Bürgergruppen in die diesen Sonntag stattfindenden Stichwahlen. Diese Information war heute zahlreichen Nachrichten Websites der Ukraine zu entnehmen.

"Hinter mir stehen starke, couragierte und achtbare Menschen", sagte Viktor Yushchenko im Schlussstatement seiner Kampagne. "Wir trauen dieser Regierung nicht und wir werden nicht zulassen, dass sie die Macht an sich reisst", fügte der Favorit auf die Präsidentschaft hinzu. Er steht in der am 21. November stattfindenden Präsidentschafts-Stichwahl dem aktuellen Premierminister Viktor Yanukovych gegenüber. Von zwei Unternehmen durchgeführte Umfragen zeigen, dass Yushchenko mit einem bequemen, nationalen 8-Punkte-Vorsprung gegen den von der Regierung unterstützten Kandidaten ins Rennen geht.

Seit dem ersten Durchgang der Präsidentschaftswahlen am 31. Oktober gewann Yushchenko -- bereits unterstützt von den politischen Mitterechtsparteien -- zusätzliche Unterstützung von den sozialistischen, industrieorientierten und grünen Parteien des Landes. Frauengruppierungen, literarische Persönlichkeiten und die Intelligenzija von Kyiv schlossen sich ebenfalls Yushchenko an. An seiner Kampagne beteiligten sich einige weltbekannte Sportler und Berühmtheiten wie die Boxchampions Vitaliy und Volodymyr Klitchko, Schachmeister Ruslan Ponomaryov und Ruslana, die energiegeladene Sängerin, die den Eurovision Song Contest 2004 im Mai dieses Jahres gewann.

Über ideologische Unterschiede hinweg verbindet die breite Yushchenko Koalition eine wachsende, öffentliche Stimmung in der Ukraine, das Land von diskreditierten und korrupten Machthabern zu befreien. Nationale Umfragen zeigen, dass zwei Drittel der Ukrainer mit der Führung des Landes unzufrieden sind. Sie misstrauen dem herrschenden Regime und glauben fest, dass die Korruption der Regierung die Wurzel der politischen und wirtschaftlichen Probleme ist.

"Wir befreien die Ukraine von Banditen" wurde zum Hauptthema von Yushchenkos Kampagne, das laut Untersuchungen alle ideologischen, geografischen, altersmässigen, geschlechtsabhängigen, religiösen, wirtschaftlichen und sonstigen demographischen Faktoren übertraf. Besonders vom Thema angesprochen fühlten sich die ukrainischen Studenten, von denen nach dem Studienabschluss viele nur wenig Hoffnung auf einen angemessenen Arbeitsplatz haben. Sie mobilisierten eine Protestbewegung gegen die repressive, lokale Regierung, die die Massenmedien zensuriert, Eigentum in illegaler Weise durchsucht und beschlagnahmt und die konstitutionellen Bewegungs- und Versammlungsfreiheiten einschränkt.

"Der Sieg ist in Reichweite", sagte Yushchenko bei der heutigen Abschluss Pressekonferenz seiner Kampagne. "Wir müssen jedoch unseren Sieg am 21. November schützen, indem wir in die Wahllokale vor Ort zurückkehren, nachdem diese um 20:00 schliessen und warten, bis die Auszählungsergebnisse bekannt gegeben werden", mahnte Yushchenko.

"Wir möchten, dass alle in der Ukraine und die ganze Welt sieht, wie die Menschen gewählt haben, so dass unsere zentrale Wahlkommission nicht wieder den Willen der Bürger verzerrt", sagte Yushchenko. Seine Koalition plant eine nationale, öffentliche Stimmenzählung, die am Sonntagabend, nach Wahlschluss im Zentrum der Stadt Kyiv am Platz der Unabhängigkeit abgehalten werden soll.

Bei der Stimmenzählung nach dem ersten Durchgang der Präsidentschaftwahlen am 31. Oktober benötigte die zentrale Wahlkommission der Ukraine zehn Tage, um die Stimmen aus 225 innerstaatlichen Wahlbezirken auszuzählen. Die endgültige Zählung ergab 11.125.395 Stimmen für Yushchenko, verglichen mit 10.969.579 für Yanukovych, was beide Kandidaten in eine für diesen Sonntag geplante Stichwahl führte.

"Die gesamte Regierung wurde heute in eine Maschinerie für Stimmenfälschungen umgewandelt", sagte Yushchenko. Umfragen nach dem ersten Wahldurchgang zeigen, dass Yushchenko sieben Prozentpunkte durch den Missbrauch von Briefwählerstimmen, Wahlmanipulation, Austausch von Protokollen der Wahlkommission und mit anderen Mitteln gefälscht hat. Die Sozialistische Partei der Ukraine brachte gestern eine Klage beim Höchstgericht ein, in der es eine neuerliche Auszählung der Stimmen des ersten Durchganges in 36 Bezirken fordert. Yushchenko unterstützt diese Bemühungen.

Der sehr unpopuläre Präsident der Ukraine, Leonid Kuchma, wird in den nächsten Wochen abtreten, nachdem die Ergebnisse der Wahlen des 21. November offiziell bekannt gegeben werden. Er hinterlässt ein gemischtes Erbe aus einer besseren, wenn auch korrupten Wirtschaft und einer Reihe von medial sehr präsenten, ungelösten Kriminalgeschichten. Zusammen sind es diese beiden Faktoren, die dazu führten, dass die meisten Ukrainer das Vertrauen in die Regierung verloren haben. Dagegen trauen sie immer mehr der demokratischen Oppositionsbewegung unter Führung von Yushchenko zu, in einem Land, das mit 48 Mio. Bürgern die Grössenordnung Frankreichs hat, künftige Veränderungen umzusetzen.

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