Krainer: Prölls Tätigkeit als Umweltminister nur ehrenamtlich

Umweltminister zieht bei allen Konflikten den Kürzeren

Wien (SK) "Immer wenn Umweltminister Pröll einen Konflikt mit Landwirtschaftsminister Pröll auszutragen hat, zieht letztendlich der Umweltminister den Kürzeren", erklärte SPÖ-Umweltsprecher Kai Jan Krainer am Freitag. Als Beispiel nannte Krainer gegenüber dem SPÖ-Pressedienst die Säumigkeit Prölls bei der Pestizid-Problematik. So habe eine umfangreiche Studie im Auftrag des Niederländischen Gesundheitsministeriums ergeben, dass Kinder durch Pestizid-Rückstände besonders gefährdet sind und die gängige Risikobewertung darauf nicht Rücksicht nimmt. Auch der EU-Pestizid-Monitoring Bericht räume ein, dass für zahlreiche untersuchte Lebensmittel eine akute Gesundheitsgefährdung insbesondere für Kinder und empfindliche Menschen nicht ausgeschlossen werden kann. Pröll sei in dieser brisanten Frage bis dato nicht aktiv geworden und habe zudem eine angekündigte Enquete zu diesem Thema auf die lange Bank geschoben, erklärte Krainer. ****

Dass Pröll den Titel "Umweltminister" "nur pro forma" trage, zeigen auch die Auseinandersetzungen Prölls mit Wirtschaftsminister Bartenstein, so Krainer weiter. Auch hier habe der Umweltminister immer das Nachsehen gehabt, verwies der SPÖ-Umweltsprecher auf die Klimapolitik, das Umweltverträglichkeitsprüfungsgesetz oder das Ökostromgesetz. "In allen diesen Bereichen hätte Pröll viel mehr für die Umwelt herausholen können bzw. müssen. Da dieser die Tätigkeit als Umweltminister jedoch nur ehrenamtlich betreibt, ist seine Bilanz auch dementsprechend dürftig", erklärte der SPÖ-Umweltsprecher abschließend. (Schluss) ps

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