Kuntzl zu Kinderbetreuung: Haupt stellt Ampel auf rot

Wegreden schmälert den Bedarf nicht

Wien (SK) "Gebetsmühlenartig wird der Bedarf an Kinderbetreuungseinrichtungen weggeredet. Die Realität sieht aber anders aus, als Minister Haupt dies wahrnehmen will." SPÖ-Familiensprecherin Andrea Kuntzl zeigte sich besorgt über die heutigen Aussagen des Sozialministers. "Haupt fordert, es sollen keine Kindergärten mehr gebaut werden - ein Alarmsignal für die Familienpolitik in diesem Land und der Gipfelpunkt der Verweigerung dieses Problem zu lösen." Anlässlich einer Eröffnung in Klagenfurt forderte Haupt, dass Tagesmütter den Bedarf an Kinderbetreuungseinrichtungen in Österreich decken sollen. Kuntzl dazu am Freitag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ: "Es fehlen in Österreich 48.000 Kinderbetreuungsplätze zur Gänze, weitere 42.000 werden von den Eltern als unzureichend eingestuft. Anstatt hier Abhilfe zu schaffen, stellt Haupt die Ampel für den Bau weiterer Kindergärten auf rot." ****

Grundsätzlich ist nichts gegen Tagesmütter einzuwenden, stellte Kuntzl klar. "Derzeit kann so allerdings der Bedarf in Österreich nicht gedeckt werden. Es stellen sich in diesem Zusammenhang vor allem zwei Fragen: 1. Wie wird die ausreichende Qualifikation einer Tagesmutter gewährleistet? 2. Wie soll der enorme Bedarf an Kinderbetreuungseinrichtungen allein von Tagesmüttern gedeckt werden?" Eltern hätten auch bei dieser Betreuungsform das Recht, ihre Kinder in guten Händen zu wissen. "Der Staat darf sich nicht aus der Verantwortung stehlen. Ein Baustopp von Kindergärten lässt viele Familien mit ihren Bedürfnissen allein", schloss Kuntzl. (Schluss) wf/mm

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