Lohndumping beim Pflegepersonal keine Lösung

Wiener Neustadt (OTS) - Pflegepersonal aus den neuen EU-Mitgliedsstaaten zum "kleinen Preis" ist nicht die Lösung des Personalmangels im Pflegebereich. Viel wichtiger ist der Ausbau der Ausbildungsplätze für qualifizierte MitarbeiterInnen.

Bundesminister Dr. Martin Bartenstein fordert die Öffnung der Grenzen für Pflegepersonal aus den neuen EU-Mitgliedsstaaten. Ins gleiche Horn stößt NÖ-Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll. Ihrer Meinung nach soll die 7-jährige "Schonfrist" für den österreichischen Arbeitsmarkt nicht eingehalten werden und Pflegepersonal aus den neuen EU-Mitgliedsstaaten der Weg nach Österreich schon jetzt geebnet werden. Bartenstein meint auch, dass das ausländische Pflegepersonal auf einem niedrigerem Gehaltsniveau als das heimische bezahlt werden könne, da dieses nach den Bedingungen der neuen EU-Mitgliedsstaaten arbeite und nicht nach den österreichischen. Und genau diese Aussage bezeichnet 2. LT-Präs. Ewald Sacher, Präsident der Volkshilfe Niederösterreich als unglaublichen Affront.

Sacher verwehrt sich absolut gegen das von Minister Bartenstein in den Raum gestellte Lohndumping für Pflegepersonal aus den neuen EU-Mitgliedsstaaten. Es ist kein taugliches Mittel im Kampf gegen den Personalmangel. Der Volkshilfe-Präsident fordert hingegen, dass vermehrt Ausbildungsplätze angeboten werden, z. B. im Bereich der Physiotherapeuten sowie Gesundheits- und Krankenpfleger. Denn nur wenn der Ausbau von Ausbildungsplätzen forciert wird, können auch qualifizierte MitarbeiterInnen in den Pflegeberuf einsteigen.

Die Volkshilfe Niederösterreich / Service Mensch GmbH beschäftigt derzeit über 1.600 MitarbeiterInnen im Bereich der Senioren- und Kinderbetreuung in Niederösterreich. Wir wissen daher, wovon wir reden", so Sacher abschließend.

Für Anfragen steht Ihnen der Präsident der VOLKSHILFE Niederösterreich Ewald Sacher, Tel. 0676 / 8700 2 6000, zur Verfügung.

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