KPÖ: Pensionsreform bringt nur weitere Verschlechterungen

Wien (OTS) - Kritik übt der wirtschafts- und sozialpolitische Sprecher der KPÖ, Michael Graber, an der von der Regierung beschlossenen Pensionsreform. "Es ist lächerlich, wenn Schüssel von einem großen Wurf spricht. Unterschiedliche Beitragssätze der verschiedenen Berufsgruppen bleiben bestehen und die Bediensteten von Ländern und Gemeinden sind aus der Reform ausgenommen."

Die Warnungen und schlimmen Befürchtungen haben sich - so Graber -bestätigt: "In Wahrheit handelt es sich bei dieser Reform einzig und allein um die Fortsetzung jenes Sozialabbaus, welchen Schwarzblau seit dem Amtsantritt praktiziert. Nach der Skandalpensionsreform des Jahres 2003 wird den Menschen erneut die Brieftausche ausgeräumt. Klar ist nämlich, dass die Reform massive Einschränkungen im Lebensstandard für alle zukünftigen PensionistInnen zur Folge haben wird. Und Frauen, die ohnehin schon große Nachteile zu tragen haben, werden verstärkt und noch vehementer in die Altersarmut abgedrängt."

Graber kritisiert einmal mehr, dass sich keine Parlamentspartei gegen die Lüge von der Unfinanzierbarkeit des derzeitigen Pensionssystems im achtreichsten Land der Welt stellt. Eine grundlegende und nachhaltige Reform zu Sicherung des Pensionssystems ist möglich - so Graber - "wenn die Sozialversicherungsbeiträge der Unternehmer auf Wertschöpfungsbasis umgestellt werden."

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