Bundesarbeitskammer: Weiterbildung darf nicht bestraft werden (4)

Kritik an Pensionsverlusten bei Bildungskarenz und bei Teilnahme an AMS-Schulungen

Vösendorf (OTS) - Wer zur Weiterbildung in Bildungskarenz geht, darf dadurch keine Verluste bei der Pension haben, verlangt die Hauptversammlung der Bundesarbeitskammer. In einem Antrag kritisiert sie, dass auch nach der Pensionsharmonisierung Zeiten der Bildungskarenz für ArbeitnehmerInnen unter 45 Jahren nicht als Ersatzzeiten für die Pension gelten und für ArbeitnehmerInnen über 45 Jahren nur mit 70 Prozent des letzten Einkommens bewertet werden -das wirkt sich negativ auf die Pensionshöhe aus. Ebenso kritisiert die Hauptversammlung, dass die Teilnahme an Arbeitsmarktservice-Schulungen die Pensionshöhe drückt, weil Zeiten der Arbeitslo-sigkeit viel zu niedrig bewertet werden. Sie fordert, dass Zeiten der Bildungskarenz und der Arbeitslosigkeit voll auf die Pension angerechnet werden - und dass die Altersgrenze für die Anrechnung der Bildungskarenz auf die Versicherungszeit beseitigt wird.

"Personen in Bildungskarenz werden schlechter gestellt als Personen, die sich beruflich nicht weiterbilden und weiterarbeiten." So bewertet die Hauptversammlung der Bundesarbeitskammer die Regelung, dass Zeiten des Bezugs von Weiterbildungsgeld in der Bildungskarenz für ArbeitnehmerInnen unter 45 Jahren nicht als Ersatzzeiten für die Pension gelten und für ArbeitnehmerInnen über 45 Jahren nur mit 70 Prozent des letzten Einkommens bewertet werden.

Auch in der Arbeitslosigkeit werden die entsprechenden Versicherungszeiten viel zu niedrig bewertet, kritisiert die Hauptversammlung. Das sei zweischneidig: Wer an Arbeitsmarktservice-Schulungen teilnimmt, könne durch höhere Qualifikation mehr verdie-nen, gleichzeitig aber drücken längere Schulungsmaßnahmen wieder die Pensionshöhe.

"Anreize zur beruflichen Weiterbildung setzen unter anderem voraus, dass die Personen, die sie nutzen, in der Pensionsversicherung so gestellt werden, als ob sie das frühere Erwerbseinkommen weiter beziehen", heißt es im Antrag der Hauptversammlung. Sie fordert, dass Zeiten des Bezugs von Weiterbildungsgeld in der Bildungskarenz und von Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung voll auf die Pension angerechnet werden - und dass die Altersgrenze für die Anrechnung der Bildungskarenz auf die Versicherungszeit beseitigt wird.

(Forts)

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