OeNB - OeNB startet Informationsoffensive zu BASEL II - Dir.Univ.Doz.Dr. Christl präsentiert 5-Punkte-Programm

Wien (OTS) - Erheblichen Informationsbedarf ortet OeNB-Direktor Josef Christl beim Thema BASEL II. Laut einer heute von der Oesterreichischen Nationalbank veröffentlichten IFES-Studie zum Informationsstand von Klein-und Mittelbetrieben haben zwar 7 von 10 KMUs bereits von BASEL II gehört und rund die Hälfte aller Geschäftsführer bezeichnet sich als einigermaßen informiert.

  • Allerdings gehen 41 Prozent der Befragten davon aus, von den Basel-II Regelungen nicht betroffen zu sein.
  • Jedes zweite KMU, das sich von BASEL II betroffen fühlt, rechnet mit eher schlechteren Kreditkonditionen. Immerhin 18 Prozent erwarten Verbesserungen.
  • In nahezu allen Branchen zeichnet sich ein vermehrter Informationsbedarf ab. Den größten Zuwachs verzeichnet der Wunsch nach Informationen via Internet und im Rahmen von fachspezifischen Veranstaltungen.

"Nur 16% aller KMUs haben mit konkreten Vorbereitungen auf die Herausforderungen von BASEL II begonnen" hob Direktor Christl im Rahmen des von der Oesterreichische Nationalbank und der Wirtschaftskammer Österreich veranstalteten "Runden Tisches" zum Thema BASEL II vor hochrangige Vertreter aus Wirtschaft, Finanz und Politik hervor.

In der noch verbleibenden Zeit bis zur Einführung von Basel II sieht Direktor Christl die Notwendigkeit darin, KMU's verstärkt mit der Thematik zu konfrontieren. Nur durch einen gezielten Abbau des Informationsdefizites sei es möglich, unsere heimischen Klein- und Mittelbetriebe auf die neuen Anforderungen vorzubereiten, so Christl.

Spezielles Augenmerk ist aus Sicht der Oesterreichischen Nationalbank besonders auf jene KMU's zu richten, die sich trotz ihrer Größe und der Höhe des Anteils an Fremdfinanzierung noch nicht mit ihrer Finanzierungsstruktur und der Informationsaufbereitung im eigenen Betrieb beschäftigt haben. Eine weitere Gruppe, der im Rahmen einer Informationsoffensive größere Bedeutung zukommen sollte, sieht Direktor Christl nach wie vor im Tourismus.

Die Oesterreichische Nationalbank reagiert laut Christl auf diesen Informationsbedarf der heimischen Wirtschaft zum Thema BASEL II mit einem "5 Punkte-Programm".

  • Ab Anfang Dezember wird BASEL II im EU-Parlament behandelt. Die österreichischen EU-Parlamentarier werden intensiv zum Thema BASEL II informiert.
  • Gemeinsam mit der WKÖ wird die OeNB eine österreichweite Road-Show zum Thema BASEL II durchführen. Jeder Klein- und Mittelbetrieb erhält so die Möglichkeit, sich persönlich zum Thema zu informieren.
  • Die OeNB stellt ab sofort einen Expertenpool zur Verfügung, der für Informationsveranstaltungen in ganz Österreich zur Verfügung steht
  • Die OENB intensiviert die Information der österreichischen Banken in Form von Best-Pracitice Leitfäden. In den nächsten Tagen werden 7 neue Leitfäden gemeinsam mit der FMA zum Thema kreditrisikominimierende Techniken in Österreich, Tschechien, Slowakei, Polen, Ungarn, Slowenien und Kroatien publiziert.
  • Quartalsweise wird die OeNB über die neuesten nationalen und internationalen Entwicklungen zum Thema BASEL II in Form eines Folders informieren.

Die Diskussionsteilnehmer des "Runden Tisches" stimmten darin überein, dass ein Fortsetzen der engen Kooperation aller beteiligten Institutionen und der direkte Dialog mit den Betroffenen ein wesentliches Instrumente darstellt, um die heimische Wirtschaft bestmöglich auf BASEL II vorbereiten zu können.

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