Rauch-Kallat: Frauen profitieren deutlich durch die Pensionsreform

Bundesregierung investiert 1 Milliarde Euro jährlich in die eigenständige Pension für Frauen

Wien (OTS) - Wien, 19. November 2004 (BMGF) "Mit der Pensionsharmonisierung ist endlich für eine eigenständige Pension von Frauen gesorgt", sagte heute, Freitag, Frauenministerin Maria Rauch-Kallat. Das Pensionsmodell der Bundesregierung weise den richtigen Weg weg von der Versorgung hin zu mehr Eigenständigkeit. "Wir haben darauf geachtet, dass bei der Umsetzung der Pensionsreform auf die Lebensverläufe von Frauen besondere Rücksicht genommen wird", so die Ministerin. "Und ich freue mich, dass die Bundesregierung jährlich eine Milliarde Euro zusätzlich in die eigenständige Alterssicherung von Frauen investiert."

Durch die verbesserte Anrechnung der Kindererziehungszeiten sind Hausfrauen und Mütter die Gewinnerinnen der neuen Pensionsregelung, aber auch erwerbstätige Frauen profitieren. So ermöglicht die neue Langzeitversichertenregelung bis 2010 Frauen mit 40 Beitragsjahren mit 55 Jahren abschlagsfrei in Pension zu gehen. Die Kindererziehungszeiten können selbstverständlich angerechnet werden.

Diese Anrechnung der Kindererziehungszeiten wurde mit dem neuen Modell erheblich ausgeweitet. Die Beitragsgrundlage für die Pensionsanrechnung wird mehr als verdoppelt und auf vier Jahre ausgeweitet. Diese Beitragsgrundlage von Euro 1.350,- gilt additiv zu jeglicher Berufstätigkeit und rückwirkend für bereits geborene Kinder von Frauen unter 50 Jahren. Das heißt, wenn eine Frau neben der Kindererziehungsarbeit erwerbstätig war bzw. ist und 800 Euro verdient, so werden für die Zeit der Kindererziehung 2.150,- als Beitragsgrundlage herangezogen. Arbeitet sie in dieser Zeit nicht, so gelten die 1.350 Euro monatlich. "Kein Pensionsmodell zuvor war so frauenfreundlich", stellt Rauch-Kallat fest.

Voraussetzung für den Erhalt einer Pension sind künftig nur noch sieben Jahre Erwerbstätigkeit bei insgesamt 15 Versicherungsjahren. Hier können die Kindererziehungszeiten als Ersatzzeiten angerechnet werden - eindeutig eine Verbesserung für Frauen. Die Leistungen des Familienlastenausgleichsfonds werden für die Pflege behinderter Kinder vom 30. auf das 40. Lebensjahr ausgedehnt.

Für Zeiten, in denen Notstandshilfe empfangen wurde, wird nun 92 Prozent des Arbeitslosengeldes als Basis für die Bemessungsgrundlage herangezogen. Dies gilt auch für Zeiten, in denen Frauen die Notstandshilfe wegen eines zu hohen Partnereinkommens nicht ausbezahlt wurde - ein weiterer Schritt zur eigenständigen Pension.

"Frauen haben auf Grund von Kinderbetreuungspausen in der Karenz und Teilzeitarbeit oft eher flache Einkommenskurven. Daher kommt ihnen die Aufwertung des erhöhten Durchrechnungszeitraumes entgegen", so Rauch-Kallat weiter. "Ich meine, dass sich auch jede Frau, die ihr Leben lang für ihre Familie gearbeitet hat, eine eigene, finanzielle Absicherung im Alter verdient." Das freiwillige Pensionssplitting gibt Eltern die Möglichkeit, die erworbenen Pensionsansprüche zu teilen. Schließlich sind Kinderbetreuung und Kindererziehung Verantwortung der Eltern und nicht allein der Frauen.

Mit den Maßnahmen von Pensionsreform und Pensionsharmonisierung sei es für alle Frauen wesentlich einfacher geworden, zu einer eigenständigen Pension zu kommen, schloss Rauch-Kallat.
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