Pflegeberufe: FGV gratuliert Ministern zum Lernprozess

Besser spät als nie: Bartenstein und Rauch-Kallat folgen Gewerkschaftsvorschlägen

Wien (FGV/ÖGB) - Sehr erfreut zeigte sich heute, Freitag, die Bundesvorsitzende der Fachgruppenvereinigung für Gesundheitsberufe im ÖGB (FGV), Monika Mauerhofer, über das offensichtliche Umdenken zweier zuständiger Minister in Sachen Pflegeberufe. Mauerhofer: "Der Lernprozess hätte vielleicht ein bisschen schneller laufen können, aber besser spät als nie!"++++

Während Minister Bartenstein nach langem Zögern die Mindestverdienstgrenze für qualifiziertes Pflegepersonal aus den neuen EU-Mitgliedstaaten senken ließ, will Ministerin Rauch-Kallat nun anscheinend einer weiteren Anregung der FGV nachkommen und die Pflegeausbildung aufwerten. Mauerhofer: "Beides sind seit langem Forderungen unserer Fachgruppenvereinigung, die dazu beitragen können, die Personalkrise im Pflegesektor zu bewältigen."

In der Pflege werden in den nächsten zehn Jahren bis zu 30.000 zusätzliche Beschäftigte benötigt. Neben einer Rekrutierungskampagne, die junge Menschen für den Beruf Pflege interessieren soll, ist vor allem eine Aufwertung der Pflegeausbildung notwendig. Vordringlich aus der Sicht der FGV:

o Anbindung der Pflegeausbildung an das Regelschulwesen. Künftig

soll es möglich sein, direkt von der Grundschulausbildung in die Pflegeausbildung zu wechseln.

o Keine künstliche Limitierung der Ausbildung. Die Ausbildung im Pflegeberuf soll künftig bis hin zum Doktorat möglich sein. o Engerer Kontakt mit dem extramuralen Bereich. Die Zusammenarbeit mit den Sozialberufen muss deutlich verstärkt werden.

"Wenn die zuständigen Regierungsmitglieder unseren Vorschlägen künftig mit weniger Verzögerung folgen, ist die Personalknappheit im Pflegebereich in den Griff zu bekommen", schloss Mauerhofer.

ÖGB, 19. November
2004
Nr. 759

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