Industrie erhöht Druck für Arbeitszeitflexibilisierung

IV-Präsident Sorger: Jetzt mutige Initiative des Gesetzgebers setzen - Chance bei KV-Verhandlungen durch Gewerkschaften vertan

Wien (PDI) - Die Industriellenvereinigung (IV) erneuert massiv
ihren Vorstoß für eine Flexibilisierung der Arbeitszeit, nachdem durch die Unbeweglichkeit der Gewerkschaften bei den KV-Verhandlungen diesbezügliche Chancen vergeben wurden. "Die Industrie hat diese für die Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Unternehmen so notwendige Diskussion angestoßen. Wir haben bewusst den KV-Verhandlungen die Einigungschance auf kluge Flexibilisierungsmaßnahmen gegeben. Jetzt, nachdem die Gewerkschaften diese Chance ausgeschlagen haben, erwarten wir eine mutige Initiative des Gesetzgebers", erklärte IV-Präsident Dr. Veit Sorger nach dem IV-Bundesvorstand.

Das Thema Arbeitszeitflexibilisierung brennt dem Großteil der Industrieunternehmen unter den Nägeln, weiß Sorger: "Dies bestätigen zwei aktuelle IV-Umfragen bei den Industrieunternehmen. Die gewünschte Stoßrichtung bleibt bei den Unternehmen die Erhöhung der täglichen Normalarbeitszeit von 8 auf 10 Stunden und der Höchstarbeitszeit von 10 auf 12 Stunden sowie ein Durchrechnungszeitraum von mindestens einem - besser zwei - Jahr(en). Mehr Arbeitszeitflexibilisierung ist die arbeitnehmerfreundlichste Möglichkeit zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit."

Sorger: Standort gemeinsam zukunftsfähiger machen

Der IV-Präsident verwies darauf, dass viele einzelne Unternehmen mit gutem Beispiel und im Einverständnis mit den Betriebsräten vorangehen. "Die gesetzlichen Rahmenbedingungen müssen aber generell stimmen, bevor sie von der Realität endgültig überholt werden. Mit Zukunftsverweigerung und Augenzwinkern kann dieses Thema nicht gelöst werden", so Sorger weiter.

Österreich hat jetzt die Chance, anstatt passiv auf deutsche Verhältnisse zu warten, proaktiv den Standort schon jetzt weiter zu stärken. "Die Bundesregierung hat mit Maßnahmen, wie der Steuerreform 2004/05 den Standort nachhaltig gestärkt, machen wir ihn gemeinsam noch zukunftsfähiger", regte der IV-Präsident an. ,der sich auch erfreut darüber zeigt, dass sich nun auch die WKÖ nicht mehr von der Gewerkschaft in dieser Frage aufhalten lassen möchte.

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