VP-Salcher: Unterstütze Jury-Ergebnis zur Wiener Theaterreform

Viele Fragen bei weiteren Subventionen aber noch offen

Wien (VP-Klub): "Die ÖVP Wien trägt das heute präsentierte Ergebnis der Wiener Theaterjury zur Konzeptförderung, das in einem Gutachten vorliegt, mit. Die Jury hat sich in den vergangenen Monaten einer schwierigen und lange aufgeschobenen Aufgabe angenommen, dafür viel Zeit investiert und sehr professionell gearbeitet", betont heute, Freitag, der ÖVP Wien Kultursprecher LAbg. Andreas Salcher anlässlich der Pressekonferenz.

Salcher weiter: "Die ÖVP Wien hat die Kulturpolitik von Stadtrat Andreas Mailath-Pokorny in vielen Bereichen wie etwa beim Ronacher Umbau, dem Rabenhoftheater, bei einigen fragwürdigen Postenbesetzung im Kulturbereich etc. in der massiv kritisiert. Wir haben aber von Anfang an der Idee einer umfassenden und sinnvollen Theaterreform zugestimmt, weil sie notwendig ist und weil damit die Wiener Theaterlandschaft neu und besser strukturiert werden soll. Deswegen hat die ÖVP Wien die von Mailath-Pokorny angebotene Zusammenarbeit, die gut und fair abgelaufen ist, angenommen und auch einen konstruktiven Beitrag geleistet."

Bei der heutigen Pressekonferenz werden die Ergebnisse der Konzeptförderung, die eine Vierjahresvereinbarung vorsieht, präsentiert. "Einige entscheidende Punkte, die die weitere Vorgangsweise der Theaterreform betreffen, sind aber noch nicht gelöst. Dazu gehört eine faire und sozial verträgliche Lösung mit jenen Theaterschaffenden, die keinen Vierjahresvertrag erhalten. Ein konstruktiver Dialog und die Gesprächsbereitschaft mit der Theaterszene und mit Interessierten über die Theaterreform. Außerdem muss geklärt werden, wie die Zukunft jener Theater, bei denen es eine Änderung bei den Eigentums- und Mietrechten geben soll, konkret aussieht. Hier muss eine faire Lösung der gesamten rechtlichen Fragen gefunden werden, die in einer Art und Weise geschieht, die die Reform nicht in Frage stellt und die eine neue Form einer transparenten Ausschreibungskultur beinhaltet", so Salcher.

Völlig offen ist noch die Frage der Projektförderung, bei der im Vergleich zur Konzeptförderung flexibler und kurzfristiger über finanzielle Mittel entschieden werden kann. Neben Einzelprojekten werden auch Projektreihen unterstützt, auch ein- bis zweijährige Förderungen sind vorgesehen. "Welche Theater wie viel Geld bekommen und vor allem welche Theater leer ausgehen, werden wir sehr genau beobachten. Sollte sich die SP-Stadtregierung von den vereinbarten Zielen der Theaterreform entfernen, wie das bei der freizügigen Subventionierung des ‚Wiener Lustspielhaus' von Adi Hirschal bereits der Fall war, wird die ÖVP Wien, wie angekündigt, sofort aus der Theaterreform aussteigen."

"Die heute präsentierten Jury-Empfehlungen tragen wir mit. Nun liegt es an Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny, das Konzept auch entsprechend umzusetzen", so der ÖVP Wien Kultursprecher abschließend.

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