Bund, Länder und Gemeinden finanzieren beim Kaufpreis für VA-Tech kräftig mit

"Damit lieber die Mitarbeiterbeteiligung schaffen" fordert LH-Stv. Erich Haider

Linz (OTS) - Die VA-Tech weist derzeit Verlustvorträge in Höhe von 640 Millionen Euro im Inland und 340 Millionen im Ausland auf. Bei einer vollständigen Übernahme können diese Verlustvorträge unter bestimmten Bedingungen steuerlich von der übernehmenden Gesellschaft zur Steuerverminderung geltend gemacht werden. Bei einem Steuersatz von 25% Körperschaftssteuer läge der Steuervorteil für Siemens bei ca. 245 Millionen Euro, das entspricht ca. 30% des geplantes Kaufpreises.

Da die Länder derzeit mit ca. 15% und die Gemeinden mit ca. 13% an den Erträgen der Körperschaftssteuer beteiligt sind, finanzieren auch das Land Oberösterreich mit über 6 Millionen Euro und die oö. Gemeinden mit ca. 5,5 Millionen Euro kräftig mit.
"Dieses Geld reicht für eine Zwischenfinanzierung der Mitarbeiterbeteiligung allein durch das Land Oberösterreich und gemeinsam mit dem Anteil der ÖIAG wäre ein stabiler Kernaktionär für die VA-Tech vorhanden und der Weiterbestand des Unternehmens abgesichert " betont LH-Stv. Erich Haider.
Das wäre für den Standort Linz anstatt des Ausverkaufs längerfristig die bessere Lösung.

Enteignung der Minderheitsaktionäre:

"Beim heutigen VA-Tech Gipfel werden wir aber auch den Siemens-Vorstand mit der Frage konfrontieren, wie mit Minderheitsaktionären umgegangen wird," führt LH-Stv. Erich Haider weiters aus, "denn wie RLB Generaldirektor Dr. Scharinger betont hat, ist Raiffeisen nicht gewillt, zu verkaufen. Verfügt ein Aktionär jedoch über 90% der Stimmrechte , so hat er die Möglichkeit Minderheitsaktionäre zwangsweise abzufinden."

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