Faymann: Thermische Sanierungsförderung bleibt unverändert hoch

Wiener Luft um 55.000 Tonnen CO2 entlastet

Wien (OTS) - "Die Stadt fördert Energiesparmaßnahmen im Wohnbereich aus guten Gründen. Erstens werden dadurch die Energiekosten für die Mieter deutlich gesenkt, zweitens wird die Umwelt und das Klima entlastet und drittens setzt Wien damit einen wichtigen Beschäftigungsimpuls für die Bauwirtschaft und das Baugewerbe. Seit der Einführung der thermisch-energetischen Wohnhaussanierung Thewosan wurden 427 Wohnhäuser mit 46.000 Wohnungen saniert bzw. sind gerade in Sanierung. Die Stadt hat diese thermischen Sanierungen mit insgesamt 112 Millionen Euro gefördert. Im kommenden Jahr sollen weitere 6.000 Wohnungen gefördert thermisch saniert werden. Die Stadt wird diese Sanierungen mit etwa 17 Millionen Euro fördern", erklärte Wohnbaustadtrat Werner Faymann.

In Summe sind für 2005 Ökoförderungen im Umfang von 30 Millionen Euro vorgesehen. Neben Thewosan werden Fernwärmeanschlüsse mit 5 bis 7 Millionen Euro gefördert, der Rest kommt der Förderung von erneuerbaren Energieträgern zugute wie Biomasse, Erdwärme oder Sonnenenergie.****

Durch diese Thewosan-Sanierungen wird die Wiener Luft jährlich um 55.000 Tonnen CO2 entlastet. Das entspricht demselben Effekt wie der permanente Verzicht auf 27.000 Mittelklasse-PKWs. Umgerechnet auf die CO2 - Aufnahmeleistung eines ausgewachsenen Baumes haben diese Einsparungen denselben Effekt wie ein zusätzlicher Wald mit etwa 1,7 Millionen Bäumen. Die Fläche eines derartigen Waldes entspricht mit 10.000 ha einem Viertel der Gesamtfläche Wiens und würde ein Gebiet von der Größe des gesamten 22. Bezirks bedecken.

Die durch diese Förderung der Stadt initiierten Gesamtsanierungskosten der Wohnhäuser machen zwischen 2000 und 2004 434 Millionen Euro aus. Dadurch werden pro Jahr 2.000 Arbeitsplätze gesichert.

Rund 300.000 Wohnungen in Mehrwohnungsbauten aus der Bauperiode 1945 - 1980 gibt es in Wien. Bis zum Jahr 2000 hat sich die Stadt mit ihren Förderungen auf die Verbesserung der besonders alten, schlecht ausgestatteten (Substandard) Wohnhäuser konzentriert. Seit 2000 kommen auch die restlichen Wohnhäuser in den Genuss von Förderungen.

Das Einsparpotenzial ist für die Mieter sehr hoch. Ein wärmegedämmtes Wohnhaus verbraucht im Durchschnitt um 50% weniger Energie für Raumwärme als ein Haus ohne Thermo-Fassade und hat dadurch deutlich geringere Heizkosten. In einer durchschnittlichen Wohnung mit 70m2 erspart die Wärmedämmung dem Mieter jährlich zwischen 280 und 400 Euro.

Je mehr Energieeinsparung desto höher die Förderung

Die Thewosan-Förderung sieht einen einmaligen Zuschuss zu den Investitionskosten in der Höhe von 40 bis 55 Euro je m2 Wohnnutzfläche vor; maximal jedoch ein Drittel der Kosten . Die Staffelung des Zuschusses ist abhängig von Art und Umfang der Sanierungsmaßnahmen, sowie der erreichbaren Energie- und Emissionseinsparung. Je höher die Energieeinsparung umso höher auch der mögliche Zuschuss.

Der Heizwärmebedarf der zur Förderung empfohlenen Projekte liegt vor der Sanierung im Durchschnitt bei 100 kWh pro Quadratmeter und Jahr, in Einzelfällen sogar bei 200 kWh pro Quadratmeter. Zum Vergleich: Der Wert eines Niedrigenergiehauses - also jedes neu errichteten Hauses in Wien - liegt bei etwa 35 bis 45 kWh pro Quadratmeter. Thewosan-sanierte Häuser haben durchschnittlich nur mehr den 1,25fachen Heizwärmebedarf eines Niedrigenergiehauses. Die gesetzten Maßnahmen sind vor allem:

o Wärmedämpfungsfassaden
o Dämmung der obersten Geschossdecke und der Kellerdecken
o Einbau von Wärmeschutzfenstern und
o Austausch von Heizsystemen (Heizsysteme mit niedriger

Energieeffizienz werden von solchen mit höherer Energieeffizienz ersetzt).

(Schluss) gmp

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