Grüne/Mandak: Immer mehr Kinder in Österreich von Armut betroffen

Internationaler Tag der Kinderrechte: Kinderrechte in Österreich nur mangelhaft umgesetzt

Wien (OTS) "87.000 Kinder und Jugendliche in Österreich sind direkt von Armut betroffen, weitere 227.000 sind von Armut bedroht", kritisiert die Jugendsprecherin der Grünen, Sabine Mandak, anlässlich des Tages der Kinderechte. "Für die betroffenen Familien bedeutet das nicht nur Abstriche bei den Weihnachtsgeschenken oder den Verzicht auf einen Skiurlaub, sondern schwere Einschnitte in elementare Lebensbereiche wie Heizung, Kleidung und Ernährung," so Mandak weiter. Das Kinderbetreuungsgeld verbessert zwar die Situation armutsgefährdeter Familien, aber nach den 2 1/2 bzw. drei Jahren Kindergeld sind die Familien wieder akut von Armut gefährdet.

Kinder von Familien mit geringem Einkommen sind bei der Ausbildung benachteiligt. "Der Schulbesuch ist in Österreich zwar gratis, nicht jedoch kostenlos," stellt Mandak klar. Der Zusammenhang von Familieneinkommen und der besuchten Schulart wurde in den letzten Monaten in mehreren Studien bestätigt. Höhere Bildung und Ausbildung kann viel eher von jenen Familien in Anspruch genommen werden, die über ein entsprechendes Einkommen verfügen und es sich leisten können, Nachhilfestunden aus der privaten Tasche zu zahlen. "Wir brauchen dringend mehr zusätzliche Förderangebote an den Schulen, damit alle Kinder die gleiche Chance haben, einen höheren Bildungsabschluss zu machen" fordert Mandak.

"Ein besonders dunkler Punkt in unserem Land, der der Kinderrechtskonvention eindeutig widerspricht, ist der Umgang mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen," erklärt Mandak. Diese werden aus Kostengründen häufig in Schubhaft genommen anstatt Ihnen eine angemessene Betreuung in der Jugendwohlfahrt zukommen zu lassen. "Das ist eine inakzeptable Praxis, die sofort beendet werden muss," fordert Mandak abschließend.

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