Wiener Grüne: Theaterreform ist "wichtiger Zwischenschritt"

Kultursprecherin Marie Ringler: "Weitere Budgetmittel sind jedoch notwendig"

Wien (Grüne) - Die Wiener Grünen bewerten das Gutachten zur Wiener Theaterreform grundsätzlich positiv und sehen es als wichtigen Zwischenschritt einer innovativeren Theaterlandschaft. Kultursprecherin GR Marie Ringler: "Zentrale Grüne Forderungen sind erfüllt: das festgefahrene Prinzip 'ein Haus, eine Förderung' wird modernisiert, junge Gruppen und interkulturelle Projekte werden verstärkt gefördert".

Ringler kritisiert jedoch, dass das Kulturamt der Stadt Wien keine ernstzunehmende Umverteilung der Subventionen vornimmt: "Ohne zusätzliche Mittel für die freie Szene wird aus dieser Reform ein Reförmchen; das Gesamtvolumen der Reform ist immer noch geringer als das Jahresbudget der Vereinigten Bühnen Wiens."

Abzuwarten bleibt, ob Stadtrat Mailath-Pokorny die Juryentscheidung auch entsprechend umsetzt. "Die Arbeit der Jury darf nicht durch eine zweite 'Lex Hirschal' desavouiert werden. Nochmals Subventionen für persönliche Freunde des Bürgermeisters am Juryentscheid vorbei zu schmuggeln, wäre respektlos und unverantwortlich", so Ringler.

Sehr begrüßt Ringler die zentrale Empfehlung der Jury, ein zusätzliches Koproduktionshaus mit Labor, Theoriecharakter und internationaler Anbindung einzurichten: "Auf zentrale Bausteine der Reform, wie etwa zwei profilierte Koproduktionshäuser, können wir nicht verzichten. Mailath muss dafür sofort Geldmittel zur Verfügung stellen."

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