Damit der Job nicht krank macht - was Physiotherapeuten raten

Stuttgart (OTS) - Moderation

(Stationcall/Uhrzeit) Wer kennt das nicht: Nach einem anstrengenden Arbeitstag ist man regelrecht alle:

Umfrage
Ja, ich sitz den ganzen Tag am Schreibtisch und dann hab ich irgendwie im Nacken ziemliche Schmerzen und man ist halt so ein bisschen verkrampft dann einfach von der ganzen Rumsitzerei.../... Ja, dann fühl ich mich auch nicht so gut, also mein Kopf tut mir weh und ja, ich bin auch ein bisschen verspannt, aber das geht nach einer halben Stunde weg.../... Schmerzen, die so von der Kreuzgegend ausstrahlen, bis manchmal hoch in die Schultern, also es ist schon sehr unangenehm abends.

Moderation
Beschwerden, die häufig scheinbar ohne erkennbaren Grund auftreten. Ralf Fischer ist Physiotherapeut. Herr Fischer, woher kommen diese Alltagsschmerzen?

O-Ton
Alltagsschmerzen haben also häufig ihre Ursache in Fehlbelastungen, die wir bewusst gar nicht wahrnehmen - ein Beispiel ist der Arbeitsplatz. Häufig merken wir dann, wenn wir abends nach Hause kommen, dass wir verspannt sind. Der Rücken tut weh, der Kopf tut weh und der Nacken ist verspannt. Diese Beschwerden sind anfangs noch sehr harmlos, steigern sich dann mit der Zeit, wirken störend. Wenn wir frühzeitig etwas dagegen tun, dann können wir diese Schmerzen auch gut wieder loswerden.

Moderation
Was schlagen Sie konkret vor?

O-Ton
Wichtig ist das Erkennen von Fehlhaltungen und sie zu korrigieren. Als Beispiel: Wer den ganzen Tag am Computer sitzt und Rückenschmerzen bekommt, sollte zum Beispiel auf eine optimale Sitzhöhe, Zuwendung zum Arbeitsgerät achten, häufiger mal die Sitzposition wechseln. Und vor allen Dingen: In Bewegung bleiben. Also häufiger mal ein paar Schritte gehen, aufstehen, den Fahrstuhl benutzen statt die Treppe und auch gymnastische Übungen zwischendurch einschieben. Dies sind alles Kleinigkeiten, in der Summe aber sehr effektiv.

Moderation
Bei vielen sind es aber nicht nur Rücken- und Gelenkbeschwerden -weit verbreitet nach einem langen Bürotag vor dem Computer sind vor allem Kopfschmerzen. Was kann man da tun?

O-Ton
Ja, hier gilt im Prinzip das Gleiche: Wenn Nacken- und Halsmuskeln verspannt sind, brummt der Schädel. Ursachen sind auch hier wieder Fehlhaltungen, aber auch sehr stark Arbeitsstress. Deshalb neben der Bewegung für viel frische Luft sorgen, in der Mittagspause am besten an der frischen Luft spazieren gehen, darauf achten, dass Sie regelmäßig Pausen machen und minimum zwei Liter Wasser, Früchtetees oder Säfte zu sich nehmen.

Moderation
Wenn das nicht gleich hilft - kann man sonst noch was tun?

O-Ton
Ja, sicher. Also hier gibt's auch eine Vielzahl von Möglichkeiten. Verspannungen behandeln wir in der Physiotherapie zum Beispiel mit Massagen, mit Fangopackungen, das ist ein Heilschlamm, der auf die Muskulatur aufgetragen wird und die Muskulatur zum Stoffwechsel anregt. Wenn Schmerzen grad akut sind, spricht auch nichts dagegen, ein gut verträgliches Schmerzmittel, wie zum Beispiel die klassische Aspirin-Tablette einzunehmen, das ist im Grunde genommen überhaupt kein Problem.

Moderation
Wie ist es mit Sport?

O-Ton
Ja, Sport ist immer sehr gut! Vor allen Dingen der Ausdauersport. Es bringt aber nichts, wenn man ab und zu bis zum Umfallen joggt, das heißt, übertreibt. Lieber zwei-, dreimal wöchentlich joggen, Rad fahren oder schwimmen und es vor allen Dingen ruhig angehen lassen. Was auch sehr gut hilft, sind regelmäßige Entspannungsübungen in Form von Yoga, Autogenes Training - was einem da gut tut, muss jeder für sich selbst herausfinden.

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Vielen Dank Herr Fischer - für die nützlichen Tipps gegen Alltagsschmerzen. (Stationcall/Uhrzeit)

ots-Originaltext: Schlenker public relations

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