Michael Haneke als "unbequemer Österreicher" im ORF

24 Wirklichkeiten, sieben Todsünden und ein siebenter Kontinent

Wien (OTS) - Haneke-Nacht im ORF: Im Rahmen der Reihe "Unbequeme Österreicher" widmet der ORF dem international wohl bekanntesten Regisseur des Landes am 21. November 2004 einen eigenen Programmschwerpunkt mit einem intimen Filmporträt und seinem ersten Kinofilm: In "24 Wirklichkeiten in der Sekunde", zu sehen am Sonntag, dem 21. November, um 23.05 Uhr in ORF 2, begleiteten Nina Kusturica und Eva Testor den Regisseur zweieinhalb Jahre lang und beobachteten ihn in verschiedenen Situationen. Heraus kam ein eindrucksvolles Werk, das einen besessenen Filmemacher zeigt. Im Anschluss (0.00 Uhr) daran folgt Michael Hanekes erster Kinofilm, die 1988 entstandene Produktion "Der siebente Kontinent". Apropos "Sieben" und Haneke: Am Dienstag, dem 23. November, startet um 23.05 Uhr ebenfalls in ORF 2 die "kreuz&quer"-Reihe "Die sieben Todsünden", für die der erfolgreiche Regisseur ebenfalls mitverantwortlich zeichnete. Und schließlich zeigt ORF 2 am Sonntag, dem 12. Dezember, um 23.05 Uhr anlässlich eines Programmschwerpunktes zur Verleihung des Literaturnobelpreises an Elfriede Jelinek Hanekes brillante Jelinek-Verfilmung "Die Klavierspielerin".

"24 Wirklichkeiten in der Sekunde" - Michael Haneke im Porträt

"Die Gedanken eines Menschen werden durch seine Aktionen, durch die Art und Weise seiner Handlungen sichtbar": Unter diesem Motto begleiteten und beobachteten die Filmemacherinnen Nina Kusturica und Eva Testor Österreichs wohl renommiertesten Regisseur, Michael Haneke, über einen Zeitraum von zweieinhalb Jahren in seiner Arbeitswelt. Motivsuche, Kinopremiere, öffentliche Auftritte, Publikumsgespräche, Radiointerviews, Setsituationen und Schneideraum - das sind die Stationen des Films. Die wenigen Gespräche finden fast nebenbei - in Auto, Zug und Flugzeug statt. "Die Neugierde auf den Regisseur Michael Haneke begann vor etlichen Jahren, als seine ersten Filme im Kino liefen. Mit seinen eigenwilligen, kompromisslosen Filmen fasziniert er gleichermaßen Publikum und Filmwelt. Seine subjektive Perspektive auf die Welt und seine Art zu arbeiten, versuchten wir anhand kleiner Geschichten, die sich beim Drehen ergaben, zu erzählen und mit Bildern zu unterstützen", so die beiden Gestalterinnen Kusturica und Testor über ihr einfühlsames Filmporträt. Entstanden ist es zwischen 2002 und 2004 an verschiedenen Drehorten in Wien, Niederösterreich, Paris, Gent und on the Road in Frankreich und Österreich.
"Der siebente Kontinent" - Hanekes mehrfach ausgezeichneter Kinodebütfilm im ORF
Die 1988 entstandene Produktion "Der siebente Kontinent" war nicht nur Michael Hanekes allererster Kinofilm, sondern auch der erste Teil seiner "Trilogie der emotionalen Vereisung". Dem mit "X" gekennzeichneten Drama (nicht für Kinder), das 1989 in Cannes Premiere hatte, folgten 1991/92 "Benny's Video" und im Jahr 1994 "71 Fragmente einer Chronologie des Zufalls". "Der siebente Kontinent", der an mehr als 30 Filmfestivals teilnahm und mehrfach preisgekrönt wurde, verfolgt das Leben von Georg (Dieter Berner), seiner Frau Anna (Birgit Doll) und deren Tochter Eva (Leni Tanzer) über den Zeitraum von drei Jahren. Es ist die Geschichte eines beruflichen Aufstiegs, eine Geschichte vom Preis der Anpassung, von der geistigen Atemnot und einer gelebten Konsequenz - zu sehen am Sonntag, dem 21. November, um 0.00 Uhr in ORF 2. In weiteren Rollen sind Udo Samel, Silvia Fenz, Robert Dietl, Elisabeth Rath, Georges Kern und Georg Friedrich zu sehen. Michael Hanekes jüngstes Kinoprojekt, der vom ORF über das Film/Fernseh-Abkommen unterstützte Psychothriller "Caché" mit Juliette Binoche und Daniel Auteuil, soll übrigens im Herbst 2005 ins Kino kommen.

Haneke & Wippersberg: "Die sieben Todsünden"

Apropos Haneke: Der ORF setzt auf Nachwuchsförderung und bietet jungen österreichischen Filmemachern die Möglichkeit, anhand eines anspruchsvollen Themas ihre Kreativität auszuloten, ihre Ideen unter optimalen Bedingungen umzusetzen und einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Dies ist der Gedanke hinter dem Drehbuchwettbewerb zur "kreuz&quer"-Reihe "Die sieben Todsünden" der ORF-TV-Hauptabteilung Religion unter der Leitung von Gerhard Klein. Die sieben Dokumentationen über Wollust, Neid, Geiz, Völlerei, Zorn, Hochmut und Trägheit entstanden in Zusammenarbeit mit der Filmakademie Wien, insbesondere mit den Akademie-Professoren Michael Haneke und Walter Wippersberg. Die Beiträge wurden in diesem Jahr von und für "kreuz&quer" (sendungsverantwortlich: Mag. Christoph Guggenberger) produziert und werden im November und Dezember gezeigt - Beginn ist am Dienstag, dem 23. November, um 23.05 Uhr in ORF 2.

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