Telekom Austria Gruppe: Ausgezeichnetes 3. Quartal 2004 liefert solide Basis für ein gutes Gesamtjahresergebnis 2004 - TEIL 3

Wien (OTS) - Wien, 19. November 2004 - Telekom Austria AG (VSE:
TKA; NYSE: TKA) verlautbarte heute die Finanzergebnisse für die ersten neun Monate 2004 mit Ende 30. September 2004.

Anlagenzugänge

Anlagenzugänge in Mio.EUR 3.Qu.04 3.Qu.03 Verä.in% 1-9/04 1-9/03 Verä.in% Sachanlagenzugänge Wireline 69,4 69,0 0,6% 176,9 183,6 -3,6% Sachanlagenzugänge Wireless 45,3 60,3 -24,8% 119,7 148,0 -19,1% Sachanlagenzugänge 114,7 129,3 -11,3% 296,6 331,6 -10,6% Zugänge zu immateriellen Vermögensgegenständen 0,5 2,2 -77,3% 10,0 9,5 5,3% Gesamt 115,2 131,5 -12,4% 306,6 341,1 -10,1%

Jahresvergleich:

Die gesamten Zugänge zu Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen fielen um 10,1 % auf 306,6 Mio. EUR, wobei sich die Sachanlagenzugänge um 10,6 % auf 296,6 Mio. EUR verringerten und die Zugänge zu immateriellen Vermögensgegenständen um 5,3 % anstiegen.

Quartalsvergleich:

Die gesamten Zugänge zu Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen fielen im 3. Qu. 04 um 12,4 % auf 115,2 Mio. EUR. Im Wireline-Bereich stiegen die Sachanlagenzugänge im
3. Qu. 04 leicht um 0,6 % auf 69,4 Mio. EUR, da niedrigere Investitionen in das Zugangsnetz und in die IT Infrastruktur die höheren Aufwendungen in das Kernnetz fast vollständig ausgeglichen haben.

Die Sachanlagenzugänge im Wireless-Bereich sind um 24,8 % zurückgegangen. Der Grund für den Rückgang sind die beträchtlich und fortlaufend niedrigeren Investitionen in das österreichische UMTS und GSM Netz. In den ausländischen Märkten zeigten die Anlagenzugänge einen Anstieg vor allem durch die Implementierung von EDGE in Kroatien. EDGE ist ein Mobilkommunikationssystem, das auf die bestehende GSM-Infrastruktur aufsetzt. Es zeichnet sich durch hohe Übertragungsraten aus und ist konzeptionell für Video- oder Internet-Telefonie ausgerichtet.

Als Konsequenz der geringeren Zugänge von Software-Lizenzen im Wireless Bereich fielen die Zugänge zu den immateriellen Vermögensgegenständen von 2,2 Mio. EUR im 3. Qu. 03 auf 0,5 Mio. EUR im 3. Qu. 04.

Cashflow und Nettoverschuldung

Cashflow und Nettoverschuldung in Mio.EUR 3.Qu.04 3.Qu.03 Verä.in% 1-9/04 1-9/03 Verä.in% Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 444,3 270,2 64,4% 987,6 795,0 24,2% Cashflow aus Investitionstätigkeit -96,4 -109,4 11,9% -292,1 -387,3 24,6% Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -223,8 95,1 - -721,4 -146,0 - Auswirkung von Wechselkursschwankungen -1,5 0,4 - -2,0 2,9 - Erhöhung/Verminderung der liquiden Mittel 122,6 256,3 -52,2% -27,9 264,6 - in Mio.EUR 30.Sept.04 31.Dez.03 Verä.in % Nettoverschuldung 2.072,2 2.637,3 -21,4%

Jahresvergleich:

Der Anstieg des Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit um 24,2 % auf 987,6 Mio. EUR war vor allem durch beträchtlich niedrigere Working Capital Erfordernisse und einen höheren Nettoüberschuss bedingt. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit fiel um 24,6 % aufgrund von niedrigeren Anlagenzugängen und der Erhöhung des Anteils

an VIPnet im Vorjahr von 71 % auf 99 %.

Quartalsvergleich:

Die positiven Auswirkungen aufgrund von Schwankungen des Working Capital waren auch der Hauptgrund für den Anstieg des Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit um 64,4 % auf 444,3 Mio. EUR im 3. Qu. 04.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit zeigte im 3. Qu. 04 gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres einen Rückgang um 11,9 % auf 96,4 Mio. EUR, was vor allem auf niedrigere Anlagenzugänge zurückzuführen ist.

Im 3. Qu. 03 resultierten 95,1 Mio. EUR des Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit vor allem aus der letztjährigen Platzierung des 750 Mio. EUR Eurobonds, welcher zur Verlängerung des Fälligkeitsprofiles der Schulden verwendet wurde. Im 3. Qu. 04 wurden 223,8 Mio. EUR im Rahmen von Finanzierungsaktivitäten zur Veränderung kurz- und langfristiger Bankverbindlichkeiten als auch für den Kauf von eigenen Aktien verwendet. Mehr Details zum Aktienrückkaufsprogramm gibt es unter "Sonstige Ereignisse im 3. Qu. 04".

Die konsolidierte Nettoverschuldung fiel gegenüber Ende Dezember 2003 um 565,1 Mio. EUR auf 2.072,2 Mio. EUR und führt zu einem verringerten Verhältnis Nettoverschuldung zu Eigenkapital (Net Gearing) von 76,1 % gegenüber 99,9 % per Ende Dezember 2003. Die Nettoverschuldung umfasst die langfristige Verschuldung, kurzfristige Kredite, Finanzierungsleasingverbindlichkeiten, liquide Mittel, Wertpapiere, die kurzfristige Finanzierung mit nahe stehenden Unternehmen sowie Finanz-instrumente, die in den sonstigen Vermögensgegenständen in der Höhe von 16,6 Mio. EUR inkludiert sind. Die kurzfristigen Kredite sind reduziert um kurzfristige Teile von Finanzierungsleasing- und Cross Border Lease-Verbindlichkeiten in der Höhe von 106,2 Mio. EUR.

MitarbeiterInnen

MitarbeiterInnen
(Vollzeitkräfte)

Ende der Periode Durchschnitt der Periode 30.Sept.04 30.Sept.03 Veränd. 1-9/04 1-9/03 Veränd. Wireline 9.676 10.970 -1.294 10.103 11.135 -1.032 Wireless 3.632 3.655 -23 3.651 3.625 26 Gesamt 13.308 14.625 -1.317 13.754 14.760 -1.006

Die Zahl der MitarbeiterInnen der Telekom Austria Gruppe reduzierte sich auf 13.308 per Ende September 2004, was gegenüber September 2003 einen Abgang von 1.317 Personen - fast ausschließlich im Wireline-Bereich - darstellt.

Im 3. Qu. 04 wurde die Personalreduktion im Wireline-Bereich fortgeführt. Dies führte zu einem Rückgang der Gesamtzahl an Personen um 474 im Vergleich zum Juni 04. Der Personalstand im Wireless-Bereich verringerte sich im gleichen Zeitraum um 26 Personen.

Sonstige Ereignisse im 3. Qu. 04

Bei der Hauptversammlung am 3. Juni 2004 wurde der Vorstand von Telekom Austria ermächtigt eigene Aktien im gesetzlich höchstzulässigen Ausmaß während einer Geltungsdauer von 18 Monaten zum Niedrigstpreis von EUR 9 je Aktie und zum Höchstpreis von 18 EUR je Aktie zu erwerben. Die Geltungsdauer endet mit 31. Dezember 2005.

Diese Ermächtigung des Vorstandes beinhaltet die Verwendung der Aktien zur Bedienung von Stock-Option-Programmen sowie für Verpflichtungen aus der Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen. Der Vorstand wurde außerdem zur Verwendung eigener Aktien als Gegenleistung bei Firmenakquisitionen oder zum Wiederverkauf ermächtigt. Aktien die nicht für einen dieser Zwecke verwendet werden, können mit vorheriger Genehmigung der Hauptversammlung eingezogen werden.

Basierend auf dieser Ermächtigung hat Telekom Austria 2.729.795 eigene Aktien mit einem durchschnittlichen Kaufpreis von 11,31 EUR im 3. Qu. 04 erworben. Per September 2004 hielt Telekom Austria 5.966.928 eigene Aktien, darin sind 3.237.133 Aktien enthalten, die in Verbindung mit dem vorherigen Aktienoptionsprogramm schon früher während des laufenden Jahres rückgekauft wurden. Folglich berichtet Telekom Austria ein um 60,0 Mio. EUR verringertes Eigenkapital. Angaben über die rückgekauften Aktien werden jeweils am Dienstag auf der Unternehmenswebseite www.telekom.at veröffentlicht.

Ausblick für das Geschäftsjahr 2004

Basierend auf den guten Ergebnissen in 1-9/04 hat sich der Ausblick für das Geschäftsjahr 2004 verbessert. Die voraussichtliche Verbesserung kommt trotz der zu erwartenden saisonalen Abschwächung im 4. Qu. 04 zustande, aufgrund derer im Jahresvergleich ein Rückgang der Umsatzerlöse und Erträge erwartet wird. Der Ganzjahresausblick basiert auf einem bereinigten Vergleich der Umsatzerlöse, das heisst unter Berücksichtigung des Effektes aus der geänderten Abrechnung von Mehrwertdiensten durch Dritte seit Oktober 2003, rückwirkend auch für vergangene Perioden.

Im Wireline-Segment sollten der sich verlangsamende Rückgang der Sprachtelefonieumsätze, der steigende Beitrag durch das Breitbandgeschäft und höhere Wholesale-Umsätze es ermöglichen, im Geschäftsjahr 2004 nahezu den gleichen Umsatz wie im Geschäftsjahr 2003 zu erzielen. Die Wholesale-Umsätze werden einen einmaligen Verrechnungsbetrag für Universaldienstverpflichtung in der Höhe von ca. 14,9 Mio. EUR inkludieren, welcher zum Großteil in den Büchern der ersten neun Monate berücksichtigt wurde. Dieser Posten wird sich im bereinigten EBITDA voll auswirken, welches im Vergleich zum Vorjahr zumindest stabil bleiben sollte, nicht zuletzt aufgrund des erfolgten Personalabbaues und weiterer Kostenkontrolle.

Die gute Performance in 1-9/04 sollte für ein leichtes Wachstum der Umsatzerlöse und des bereinigten EBITDA im heimischen Mobilfunkgeschäft sorgen, trotz der erwarteten Verschärfung des Wettbewerbs im 4. Qu. 04 durch die Einführung der mobilen Rufnummernmitnahme im Oktober 2004. Auch im internationalen Geschäft wird ein saisonaler Rückgang im 4. Qu. 04, jedoch eine solide Ganzjahresperformance erwartet.

In Summe ermöglichen die Ergebnisse der Segmente einen leicht verbesserten Ausblick und bedeuten einen geschätzten Anstieg des Gruppenumsatzes und des bereinigten EBITDA um bis zu 2%. Der einmalige Posten für die Universaldienstverpflichtung wird einen positiven Einfluss auf die Gruppenumsätze und das bereinigte EBITDA in der Höhe von ungefähr 8,5 Mio. EUR haben, wovon 7,9 Mio. EUR bereits in 1-9/04 berücksichtigt wurden. Ein Wachstum im bereinigten EBITDA und weiterhin rückläufige Abschreibungsaufwendungen sowie ein Rückgang des Nettozinsaufwandes lassen einen überdurchschnittlichen Anstieg des Nettoergebnisses um bis zu 40 % erwarten.

Bedingt durch fortlaufend zurückhaltende Investitionen und die hohe Ertragskraft der Gruppe ist eine weiterhin positive Cashflow-Entwicklung zu erwarten. Es wird erwartet, dass sich die Zugänge zu den Sachanlagen in der Gruppe gegenüber dem Geschäftsjahr 2003 um rund 10 % reduzieren werden. Die Entwicklung der Nettofinanz-Verbindlichkeiten wird auch von der Realisierung etwaiger Expansionsschritte sowie vom Rückkauf von Aktien abhängen. Für den Rückkauf stehen derzeit Rücklagen in der Höhe von 228 Mio. EUR zur Verfügung.

Eine detailliertere Darstellung der Finanzergebnisse für die ersten neun Monate 2004 finden Sie im entsprechenden Quartalsbericht auf der Telekom Austria Website unter: www.telekom.at/ergebnis3qu-2004.

Zukunftsbezogene Aussagen: Dieser Zwischenbericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die Risiken und Unbestimmtheiten zur Folge haben. Diese zukunftsbezogenen Aussagen verwenden normalerweise Ausdrücke wie "glaubt", "ist der Absicht", "nimmt an", "plant", "erwartet" und ähnliche Formulierungen. Die tatsächlichen Ereignisse können auf Grund einer Reihe von Faktoren wesentlich von der erwarteten Entwicklung abweichen. Zukunftsbezogene Aussagen beinhalten naturgemäß Risiken und Unsicherheiten. Wir wollen darauf hinweisen, dass auf Grund einer Reihe von wichtigen Faktoren das tatsächliche Ergebnis wesentlich von den zukunftsbezogenen Aussagen abweichen kann.
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