"Neues Volksblatt" Kommentar: "Abtäusche" (Von Christian Buchar)

Ausgabe vom 18. November 2004

Linz (OTS) - =

Der Endspurt zur Harmonisierung der Pensionssysteme
entwickelte sich zum Forderungs-Abtausch - nicht nur zwischen Regierung und öffentlichem
Dienst (bei dem als zusätzliche Komponente noch die Personalvertretungswahlen Anfang Dezember ins Spiel kamen), sondern auch zwischen ÖVP und FPÖ. Dieses Abtauschen spiegelt sich nicht nur im Kompromiss mit der GÖD wider. Ein Beispiel: Dass Menschen ab 62 nun doch nicht durch eine Dienstgeber-Kündigung zwangspensioniert werden können, geht natürlich in die richtige Richtung. Da nach einem Jahr ohne Job die Zwangs-Pension aber doch einsetzen soll, ist die Frage, wie Menschen in diesem Alter auch noch einmal einen Platz auf dem Arbeitsmarkt bekommen, zweifellos weitere Überlegungen wert. Fakt ist, dass sich die aktuelle Regierung mit der Harmonisierung über ein Projekt gewagt hat, vor dem frühere Kanzler ob der ausufernden Komplexität der Fragestellungen stets zurückge-
schreckt sind. Die Basis ist - fundiert - gelegt, die Übergangszeiten bis zur Voll-Harmonisierung sind noch lang - und allenfalls im Praxis-Elchtest für An-
passungen zu nutzen.

Rückfragen & Kontakt:

Neues Volksblatt
Chefredaktion
Tel. 0732/7606 DW 782
volksblatt@volksblatt.at
http://www.volksblatt.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVB0001